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Schweizer Rundfunkabstimmung : Stellt euch vor, die Programme sind weg

Dafür oder dagegen? Ende Januar versammelten sich auf dem Bundesplatz in Bern Schweizer, die „Nein“ zu „No Billag“ sagen. Bild: dpa

Am Sonntag stimmt die Schweiz über die öffentlich-rechtliche SRG ab. Die Initiative „No Billag“ tritt gegen die Zwangsgebühr an. Ist dies das Ende der Sender?

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          Wenn alles gutgeht, wird es wohl auch bis zum Schluss, bis zur Volksabstimmung am kommenden Sonntag, keine Toten geben. Und die Schweiz ohne Blutvergießen abgeschafft. Oder gerettet. Am 4. März entscheiden die Eidgenossen, ob sie die Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin bezahlen wollen. Oder nicht: „No Billag“ – nach dem Namen der verhassten Firma, welche sie einzieht und die Schwarzseher verfolgt. Es sind die höchsten in ganz Europa, 450 Franken, fast vierhundert Euro – der Preis für viele Programme in vier Landessprachen.

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Todesdrohungen gab es tatsächlich. Nicht nur entfesselte „Wutbürger“, die gegen die „Lügenpresse“ und die „Propaganda der Staatssender“ hetzen, haben die Contenance verloren. Ein Genfer Politiker beschimpfte die Anhänger von „No Billag“ als „Idioten“. „Die Leidenschaft mündet in Hass“, schreibt die Zeitung „Le Temps“ über die „übelste Abstimmungskampagne der letzten zwei Jahrzehnte“.

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