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Vietnamkrieg : Agent Orange ist noch im Dienst

  • -Aktualisiert am

Abwurf von Agent Orange über Südvietnam im Jahr 1966 durch amerikanische Flugzeuge. Bild: AP

Vietnam leidet bis heute unter dem Herbizid, das die Amerikaner im Krieg verwendeten. Warum stellen sich die Vereinigten Staaten bei der „Wiedergutmachung“ bis heute so stur? Ein Besuch an den Orten des immerwährenden Schreckens.

          Als der amerikanische Präsident unlängst in Vietnam war, hat ihn die fast fünfzigjährige Pham Thi Nhi in einem offenen Brief nach Hoa Binh eingeladen. Pham ist ein Agent-Orange-Opfer und wollte, dass Obama verkrüppelte Hände schüttelt: Nur im Angesicht der Versehrten könne er den Schaden ermessen, den Amerika angerichtet habe.

          Das Hoa Binh Peace Village ist ein Trakt mit mehreren Krankenstationen innerhalb der großen Tu-Du-Klinik in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. In Mehrbettzimmern liegen Kinder in Gitterbettchen, die Hände oder Handstümpfe mit Lappen umwickelt, weil sie sich sonst ständig selbst verletzen würden. Viele der gut sechzig Patienten sind verkrüppelt, laufen auf Oberschenkelstümpfen, haben aufgetriebene Knubbel statt einer Hand.

          Einigen Kindern fehlen Augen und Ohren, andere liegen mit einem Wasserkopf im Bett, schwerer als ihr restlicher Körper. Manche haben eine Haut aus schwarzen Hornteilen wie Fischschuppen. Entstellungen durch Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind häufig. Bei einem Kleinkind machen sie aus dem Mund einen rachenweit offenen Krater im Gesicht, die Nase ist verwachsen und sieht aus wie ein Bauchnabel.

          Was sind schon tausende Seiten wissenschaftlicher Text?

          Seit das Zentrum im Jahr 1990 eröffnet wurde, war es für rund vierhundert Kinder viele Jahre ein Heim, einige sind noch als Erwachsene hier. Gegründet wurde Hoa Binh zur Aufnahme und Rehabilitation von Agent-Orange-Opfern, die es laut offizieller amerikanischer Diktion nicht geben darf. Denn bisher haben es sowohl die amerikanische Regierung als auch alle beteiligten Chemieproduzenten abgelehnt, die Verantwortung dafür zu übernehmen, was das Herbizid Agent Orange angerichtet hat.

          Agent Orange enthält das hochgiftige Dioxin und wurde seit 1961 mit anderen Herbiziden ein Jahrzehnt lang tonnenweise über rund fünfzehn Prozent der Landesfläche versprüht, um die Wälder zu entlauben und so die Nachschubwege des Vietkong zu enttarnen. Dass dieser Ökozid auch ein Genozid war, wird bis heute bestritten, jedenfalls gemäß dem Urteil des Supreme Court von 2009. Damals wurde die bisher letzte Klage der Vietnamesen auf Entschädigung abgewiesen.

          Tausende Seiten wissenschaftlicher Expertise hielten es für nicht hinreichend begründet, dass Agent Orange die Gesundheitsschäden an der vietnamesischen Bevölkerung verursacht hat. Der Brief an Obama endet mit einer neuerlichen Kampfansage: „Wir geben nicht auf.“

          Er erwachte nie wieder

          Obama kam nicht nach Hoa Binh. Dort hätte er zum Beispiel Duc treffen können, die überlebende Hälfte von Viet und Duc, den berühmtesten siamesischen Zwillingen Vietnams. Duc arbeitet in der Verwaltung des Hoa-Binh-Zentrums. Wer beobachtet, wie er heute als erwachsener Mann trotz Fehlen des linken Beins geschickt auf sein rotes Honda-Motorbike steigt; wer an den Wänden von Hoa Binh das berührende Hochzeitsfoto mit seiner schönen Frau sieht; wer erfährt, dass das Paar 2009 Eltern von zwei gesunden Zwillingen wurde, der hofft spontan, dass wenigstens für einige Agent-Orange-Opfer das Schicksal ein glückliches Ende bereithält.

          Zwei Dioxinopfer im Alter von fünf und sechs in Ho Chi Minh Stadt.

          Duc lässt sich bereitwillig fotografieren und lächelt dazu, aber sein Blick erlaubt keinerlei Rührseligkeit. Den Tod seines Zwillingsbruders Viet im Jahr 2007 hat er nie verwunden und aus seiner Enttäuschung über Amerika nie ein Hehl gemacht. Zu Anfang der achtziger Jahre wurde im Tu-Du-Krankenhaus alle 48 Stunden ein behindertes Kind geboren. Die Klinik wurde zu einem Zentrum für die Trennung von siamesischen Zwillingen und ist es noch heute. 1985 erregten Viet und Duc dort die Aufmerksamkeit des japanischen Gastarztes Bunro Fujimoto, einem Spezialisten für Behinderungen.

          Man teilte bei der Geburt 1981 zwei Beine, Sexualorgane und den Anus. Fujimoto ließ den beiden von einem behinderten Designer in Japan nach einer beispiellos raschen Fundraising-Kampagne einen Rollstuhl für siamesische Zwillinge anfertigen. Sie wurden am 4. Oktober 1988 von einem Team von zwanzig Ärzten und hundert Krankenschwestern getrennt. Viet war nach einer Gehirnhautentzündung schon 1985 in ein Koma gefallen, aus dem er auch nach der Trennung nie wieder erwachte.

          Es fehlt an allem

          Der Homepage der VAVA, der Vietnamese Association of Victims of Agent Orange/Dioxin, ist zu entnehmen, dass auch heute noch schwerstbehinderte Kinder von ihren verzweifelten Familien auf der Schwelle des Krankenhauses zurückgelassen werden. Denn noch immer fordert Agent Orange weitere Opfer, „inzwischen in der vierten Generation“, wie Nguyen Thi Ngoc Phuong gleich zu Beginn unseres Gespräches hervorhebt. Sie war bis 2005 Direktorin der Tu-Du-Klinik, hat das Hoa-Binh-Zentrum mitbegründet und arbeitet nach wie vor als Chefärztin des My-Duc-Hospitals in Ho-Chi-Minh-Stadt.

          Ihr Name steht wie kaum ein zweiter für den bisher vergeblichen Kampf der Opfer in Vietnam um Anerkennung und Entschädigung. Sie hat unermüdlich an die Hersteller und Politiker in Amerika appelliert, Verantwortung für die Folgen des Herbizideinsatzes in Vietnam zu übernehmen. Aber als im und nach dem Krieg vermehrt missgebildete Kinder geboren wurden, war eine penible Dokumentation kaum möglich. Es fehlte an Geld und Ausrüstung, etwa, um Blutspiegel von Dioxin zu messen, damit man diese mit den Gesundheitsschäden hätte in Beziehung setzen können.

          „Wir konnten die Ursachen kaum erforschen, allein die Krankenversorgung unter den schwierigen Bedingungen beim Wiederaufbau des Landes kostete enorm viel Kraft“, bedauert Phuong noch heute. Denn genau dies wurde gegen sie verwendet, als es darum ging, hieb- und stichfest nachzuweisen, was Agent Orange alles angerichtet hatte.

          Mehr als drei Millionen Opfer

          „Damals ging die Angst um, es war offensichtlich, dass es viele Malformationen gab, die man vorher in dieser Häufigkeit in den betroffenen Regionen nie gesehen hatte“, erklärt die Frauenärztin. Dazu zählten vor allem Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, deformierte Gliedmaßen, ein offener Rücken (Spina bifida), fehlende Sinnesorgane und eine plötzliche Häufung von siamesischen Zwillingen. Außerdem kam es vermehrt zu Fehlgeburten und Aborten, wovon eine Sammlung konservierter, missgebildeter Feten in der Klinik zeugt.

          Eine elfjährige Vietnamesin wartet in einer Orthopädieambulanz in Hanoi auf eine neue Beinprothese.

          Selbst lange nachdem die „Operation Ranch Hand“, das Versprühen der Herbizide, 1971 endlich gestoppt worden war, blieben die Nachwirkungen spürbar. Die Gesamtzahl der Agent-Orange-Opfer wird von der VAVA auf mehr als drei Millionen geschätzt. Während unmittelbar Betroffene unter Krankheiten wie Chlorakne litten und die Überlebenden ein erhöhtes Krebsrisiko zu fürchten haben, sind es bei den Nachkommen eher indirekte Schäden wie eben Geburtsdefekte.

          Allein die Zahl der Opfer aus der zweiten Generation wird auf 200.000 beziffert, in der Enkelgeneration sollen es 80.000 sein, von der vierten Opfergeneration spricht man, seit die Gebrechen eines 2012 geborenen Babys immer noch Agent Orange zugeschrieben wurden.

          Signifikante Zusammenhänge

          Dass die amerikanischen Gerichte eine Verursachung gleichwohl stets bestritten haben, ist für die Vietnamesen bitter. Nur bei Kindern von amerikanischen Veteranen ist ein offener Rücken als Folge von Agent Orange anerkannt, obwohl die amerikanischen Soldaten nie solch hohen Dosen der Herbizide ausgesetzt waren wie die Vietnamesen. Deren medizinische Studien erschienen meisten in der Landessprache, nur wenige wurden übersetzt und auf Kongressen vorgestellt, sie fanden keinen Eingang in die renommierten angloamerikanischen Zeitschriften, und damit spielten sie in der Debatte kaum eine Rolle.

          Noch 1986 konnte der Direktor des Risk Science Institute in Washington, Michael Gough, in seinem einflussreichen Buch „Dioxin, Agent Orange - The Facts“ behaupten, dass es keine biologisch plausible Erklärung gebe, wie die Substanz angeborene Missbildungen hervorrufen könne.

          Aber das ist überholt. Eine jüngere Sichtung von insgesamt 22 Studien, darunter dreizehn aus Vietnam, findet sehr wohl signifikante Zusammenhänge zwischen Agent Orange und angeborenen Geburtsdefekten. Das ist auch plausibel, denn bei vielen Tieren erzeugt TCDD „zuverlässig“ Missbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Es gibt sogar ein eigenes TCDD-Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Tiermodell in der Pharmaforschung.

          Es geht auch anders

          Auch die Langzeiteffekte von Agent Orange lassen sich inzwischen nachvollziehen. War früher unklar, warum Generationen später Kinder von nicht exponierten Eltern geschädigt sind, so können neuesten Studien zufolge epigenetische Umprogrammierungen sehr wohl bis in die Kinder- und Enkelgeneration reichen.

          Wer wissen will, warum letztlich erstaunlich wenige Mediziner diese Zusammenhänge zu ergründen versuchten, muss mit Chuck Searcy sprechen. Chuck ist der Typ aufrechter Pfadfinder, den die Amerikaner so gern in ihren Hollywood-Filmen besetzen. Er lebt seit zwanzig Jahren in Hanoi und ist eine Quelle lebendigen Wissens, wenn man mehr über die historischen Winkelzüge von Verleugnung und Verdrängung erfahren will.

          Dem „stone wall“, wie er die Mauer des Schweigens nennt, die die Opfer negiert, setzt er seine persönliche Wiedergutmachung entgegen. Gekommen ist er 1975 als Repräsentant der Vietnam Veterans of America Foundation (VVAF). 2001 wurde er Mitgründer des Renew-Projektes, um unentdeckte, vergessene Minen aus dem Vietnam-Krieg zu räumen und Hilfe für Landminenopfer zu organisieren, 2003 erhielt er die Nationale Freundschaftsmedaille. Längst hilft Renew auch Agent-Orange-Opfern.

          Ein paar Dollar pro Monat

          Als Chuck Searcy zum ersten Mal die von Geburtsdefekten entstellten Kinder sah, war der Schock gewaltig. „Ich dachte, ich wäre in einem Alien-Film“, gibt er ehrlich zu. Heute führt er andere Veteranen zu Familien, deren Mitglieder von Agent Orange versehrt wurden. „Die Vietnamesen waren nach dem Krieg sehr kooperativ, als es darum ging, jene Amerikaner zu finden, deren Schicksal als ,missing in action‘ ungeklärt war“, erzählt er. Als sie indes auf ihre eigenen Opfer aufmerksam machten, argwöhnte man auf amerikanischer Seite ein Komplott, um Geld zu machen; das Agent-Orange-Thema wurde als Mittel zur Erpressung diffamiert. Um abzuwiegeln, war offenbar jedes Mittel recht.

          Die Unwissenschaftlichkeit, die die amerikanischen Forscher den Vietnamesen vorwarfen, haben sie selbst in ihrer Gegenpropaganda überboten. Da war zum Beispiel Michael Linnan, Arzt und Politikberater, der Dioxin als völlig harmlos hinstellte. Linnan sagte sogar, er habe Agent Orange aus einem Glas getrunken, und ihm sei nichts passiert, weiß Searcy von einer Zusammenkunft zu berichten, bei der viele empört den Saal verließen. Gleichwohl taten solche Äußerungen ihre Wirkung, sie schürten Skepsis und blockierten eine unvoreingenommene Forschung.

          Bis heute zahlen die Vereinigten Staaten „freiwillig“, ohne Schuldeingeständnis, schon lange an ihre Veteranen, seit kurzem auch an Vietnam. Der Kongress hat 2014 ein 21-Millionen-Dollar-Hilfspaket für Familien mit schwerstbehinderten Angehörigen aus den am heftigsten besprühten Gebieten beschlossen. Angesichts der großen Zahl der Geschädigten erhalten die Familien aber nur „lächerlich wenige Dollar pro Monat“, wie Phuong klarstellt.

          Fortbewegung auf zwei kurzen Beinstümpfen

          Lächerlich wenig ist das auch für Hoa Binh. „Unsere Mittel reichen kaum für das Nötigste“, sagt die Kinderärztin Nguyen Dac Minh Chau, die das Zentrum seit zwei Jahren leitet. Sie kämpft für bessere Lebenschancen der ihr anvertrauten Kinder. „Es ist wichtig, ihnen eine gute Ausbildung zu bieten, damit sie einen Beruf ausüben und ein selbstbestimmtes Leben führen können“, sagt Nguyen. So wie die neunzehnjährige Thuy, deren Lieblingsfächer Mathematik und Physik sind und die auf die Frage, welchen Beruf sie ergreifen möchte, nur ein Wort sagt: „IT“.

          Der 28 Jahre alte Nguyen Hon Loi, der als Fahrer im Zentrum arbeitet, bringt Schülerinnen täglich zum Unterricht. Er bewegt sich auf zwei kurzen Beinstümpfen fort, sein rechter Arm ist deformiert, die Hand nur ein grober Wulst. Dennoch bedient er den Laptop gekonnt mit der linken und hat bereits mehrere Schwimmmeisterschaften gewonnen, als behinderter Athlet ist er in Vietnam weithin bekannt.

          Ungefähr ein Drittel der Kinder kann auf einen Schulabschluss hoffen, aber manchmal nicht ohne Spezialunterricht, wie ihn der dreizehnjährige Panh braucht. Obwohl er taub ist und multiple andere körperliche Behinderungen aufweist, hätte auch er das Zeug für eine weiterführende Schule. Diese Erfolgsgeschichten von Hoa Binh sind Phuong nicht genug. „Wir wollen ein Dorf für zweitausend Opfer, nicht nur für Kinder. Erwachsene sollen dort leben, arbeiten, sich ernähren, heiraten und eine Familie gründen können“, so die Agenda einer 75 Jahre alten Frau für die Zukunft ihrer Schützlinge, die noch nicht geboren sind.

          Agent Orange steht abermals vor Gericht. „Dies wird ein Präzedenzfall im Kampf für die Interessen Tausender Opfer in Vietnam“, sagt Tran To Nga gegenüber den „Tuoi Tre News“ in Vietnam. Auch sie gibt nicht auf. Die gebürtige Vietnamesin lebt in Frankreich und nimmt es von dort mit 26 amerikanischen Chemiekonzernen auf. Anfang 2016 gab es erstmals Anhörungen im französischen Évry im Süden von Paris in einem Prozess, den die 73 Jahre alte Frau bereits 2014 angestrengt hat.

          Sie war als Korrespondentin der „Liberation News Agency“ auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad unterwegs und damals mit Agent Orange in Kontakt gekommen. Sie leidet an multiplen Erkrankungen, die Dioxinkonzentration in ihrem Körper ist immer noch zu hoch. Ihr erstes Kind starb an einem Geburtsdefekt, einem Herzfehler, ihr zweites leidet an einer Bluterkrankung.

          Es ist der erste Prozess um Agent Orange, seit die amerikanischen Gerichte sowohl die Klagen der eigenen Veteranen als auch die der Vietnamesen abgeschmettert haben. Nach Meinung von Rechtsexperten stehen die Chancen gut, die Sache juristisch und medizinisch neu aufzurollen. Denn es ist fatalerweise noch genügend Agent Orange im vietnamesischen Boden, um weiteren Schaden anzurichten. In Vietnam sind 28 sogenannter Hot Spots mit erhöhten Dioxinkonzentrationen bekannt, unter den ehemaligen Verladestationen für Agent Orange sind insbesondere die früheren südvietnamesischen Militärflughäfen Da Nang, Phu Cat und Bien Hoa hochkontaminiert.

          „Unwiderlegbar“

          Über Jahrzehnte hat eine Arbeitsgruppe von der Texas University in Dallas immer wieder in und um Bien Hoa in Nahrungsmitteln sowie bei Mensch und Tier erhöhte Dioxinwerte festgestellt, erst 2015 wurde dies an Fischen aus den umliegenden Gewässern bestätigt. Allein seit 2007 gab die amerikanische Regierung an die hundert Millionen Dollar für eine nachhaltige Dekontaminierung solcher Hot Spots aus. Bei den jüngsten Opfern dürfte die heute zur Verfügung stehende, präzise Diagnostik eher als früher zu einer lückenlosen Beweiskette beitragen.

          Eine aktuelle Arbeit aus dem Bonner Institut für Zeitgeschichte lässt zudem erkennen, warum das amerikanische Militär und die Regierung wussten, was sie taten. Ein nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika ausgewanderter Forscher, Friedrich Hoffmann, hat davon 1959 auf einer Informationsreise in Deutschland in Gesprächen mit ehemaligen Kollegen aus der Nazizeit - alle versiert in Sachen Kampfstoffforschung und Schädlingsbekämpfungsmittel - erfahren. Denn Heinz Oettel, der nach dem Krieg für BASF tätig war, berichtete in diesem Gremium über das hochgiftige Dioxin, und Hoffmann hat das alles, zurück in Amerika, in seinem Bericht erwähnt.

          Deshalb hielt es schon 1983 der Vorsitzende Richter George C. Pratt für „unwiderlegbar“, dass die Risiken von Agent Orange den Verantwortlichen hinreichend bekannt waren. Selbst wenn es damals in dem Veteranen-Prozess nur zu einem Vergleich reichte - wenn demnächst die Anwälte von Tran To Nga belegen müssen, was bekannt war, wird diese Vorgeschichte aus Deutschland eine Rolle spielen.

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