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Diskreditiertes Nahrungsmittel : Wie böse ist die Milch?

  • -Aktualisiert am

Weide bei Montbéliard Bild: Picture Alliance / Lionel Vadam

Kuhmilch steht heute so einsam im Supermarktregal wie Zucker. Auf sie zu verzichten, nützt keinem Kalb. Was wir brauchen, ist eine andere Tierhaltung.

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          Es gibt meistens mehrere Versionen von einer Geschichte. Auch im Fall von Alfred Hitchcocks Film „Suspicion“ – „Verdacht“ – war das so. Die Milch in dem berühmten, von innen beleuchteten Glas hätte vergiftet gewesen sein können, der Ehemann ein Giftmörder. Aber nein, auf Druck des Filmstudios musste der Regisseur sich für eine Version des Films mit Happy End entscheiden und hätte er noch so gern, wie er François Truffaut gestand, einer anderen Geschichte, einem anderem Schluss den Vorzug gegeben.

          Cary Grant, so wollte es Hollywood, durfte keinen Mörder spielen, das war ein schwerwiegendes Marketingargument. Und so handelt „Suspicion“ nicht von einer Frau, die einen Mörder heiratet, sondern, wie François Truffaut in seinen Gesprächen mit Hitchcock ausführt, „von einer Frau, die entdeckt, dass ihr Mann sprunghaft, verschwenderisch und etwas verlogen ist, und anfängt, ihn für einen Mörder zu halten, sich fälschlicherweise einbildet, er wolle sie umbringen“.

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