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Vier von fünf Klerikern schwul? : Aus der vatikanischen Gerüchteküche

Der Himmel über Rom: Papst Franziskus gibt während des Mittagsgebets am Petersplatz seinen Segen. Bild: dpa

Der Soziologe Frédéric Martel behauptet in seinem Enthüllungsbuch „Sodom“ über den Vatikan, vier von fünf Klerikern seien homosexuell. Es erscheint zur Anti-Missbrauchs-Konferenz in Rom und führt zu Kurzschlüssen.

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          Es ist ein klarer Fall von Schmarotzertum der Vermarkter: Am Donnerstag erscheint, in acht Sprachen und in gut zwanzig Ländern, das Buch „Sodom“ des französischen Soziologen und Publizisten Frédéric Martel. Kernthese des gut sechshundert Seiten starken Buches, für welches der Autor vier Jahre lang zumal in Rom recherchiert haben will, ist die Behauptung, im Vatikan seien vier von fünf Männern schwul – vom einfachen Priester über Bischöfe bis zu Kardinälen im engsten Umkreis des Papstes.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Und ebenfalls am Donnerstag beginnt im Vatikan das von Papst Franziskus einberufene und mit Erwartungen überfrachtete Treffen zum sexuellen Missbrauch in der Weltkirche. Bis Sonntag sollen knapp zweihundert Männer – unter ihnen die Vorsitzenden aller nationalen Bischofskonferenzen, dazu Ordensobere und Kurienbosse – sowie immerhin zehn Frauen Strategien zur Überwindung des globalen Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ersinnen.

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