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Amerikanische Lyrikerin : Louise Glück erhält Literaturnobelpreis

Louise Glück bei den National Book Awards 2014 Bild: AFP

Nach den Preisen für Medizin, Physik und Chemie hat die Schwedische Akademie nun den Nobelpreis für Literatur vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr die Amerikanerin Louise Glück.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die Amerikanerin Louise Glück. Das hat die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm verkündet. Der Literaturnobelpreis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen und damit derzeit fast 860.000 Euro dotiert. Er zeichnet das Gesamtwerk der Preisträger aus. Die Lyrikerin Glück erhält ihn „für ihre unverkennbare poetische Stimme, die mit strenger Schönheit individuelle Existenz universell“ mache, wie der Ständige Sekretär der Akademie mitteilte.

          Louise Glück wurde 1943 in New York geboren und lebt in Cambridge, Massachusetts. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Englisch-Professorin in Yale. Zwölf Gedichtbände und mehrere Essays über Lyrik liegen von ihr vor. Ihre zentralen Themen sind Familie, Kindheit und die Beziehungen zu Eltern und Geschwistern.

          In Deutschland wurde die Siebenundsiebzigjährige mit ihren Gedichtbänden „Averno“ (2007) und „Wilde Iris“ (2008) bekannt.1993 erhielt sie den Pulitzer Prize, 2014 den National Book Award.

          Louise Glück mit Barack Obama, der ihr 2015 die National Humanities Medal verlieh.
          Louise Glück mit Barack Obama, der ihr 2015 die National Humanities Medal verlieh. : Bild: Picture-Alliance

          Im vergangenen Jahr ging der Literaturpreis an zwei Literaten, den Österreicher Peter Handke und Olga Tokarczuk aus Polen. Damit holte die Akademie die 2018 wegen des Skandals um Belästigungs- und Korruptionsvorwürfen abgesagte Vergabe nach. Nach der Neubesetzung der Jury und Reformen bei der Vergabe erfolgt die Auswahl der Preisträger über Vorschläge und ein mehrstufiges Verfahren.

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          Im Überblick : Nobelpreisträger von 1901 bis 2020

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