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Absage bei der Studienstiftung : Unsere Debattenkultur liegt im Fieber

So wird es schwierig in der Diskussion: schwache Besetzung im britischen Unterhaus Bild: Picture-Alliance

Einladung, Ausladung, Ratlosigkeit: Es wird nicht mehr richtig diskutiert. Gespräche werden verweigert, abweichendes Denken wird als „toxisch“ ausgegrenzt. Woran liegt das?

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          Ups, es ist schon wieder passiert: Die Studienstiftung des deutschen Volkes hat nach scharfen Protesten eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Diskurs – Feindschaft und das Politische“ abgesagt, an der Ende März ein prononcierter Vertreter der Neuen Rechten hätte teilnehmen sollen. Nachdem eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei ihre Teilnahme an der Diskussion abgesagt hat, als sie erfuhr, dass sie dort mit Götz Kubitschek hätte reden sollen, wird die Diskussion nicht stattfinden.

          Thomas Thiel

          Redakteur im Feuilleton.

          Einladung, Ausladung, Ratlosigkeit: In der Debatte über Grenzen der Redefreiheit etabliert sich ein Muster. Auffällig ist die Unsicherheit der Gastgeber, die man vordergründig als Haltungsschwäche bewerten könnte. Der Widerstand der Stiftung gegen weltanschauliche Debatten, die einen vorgegebenen Konsens nicht sprengen sollen, verdient aber zunächst Anerkennung. Ebenso überzeugend ist ihr Argument, dass Einladung nicht Parteinahme bedeutet, solange Diskussionspodien ausgeglichen besetzt sind. Diese Begründung wurde von den Mitdiskutanten nicht akzeptiert.

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