Krieg und Werte : Kann die Demokratie ohne Opferbereitschaft überleben?

Staatliche Gemeinwesen sind auf die Bereitschaft ihrer Mitglieder angewiesen, im Kriegsfall mit ihrem Leben für sie einzustehen. Was uns der Ukrainekrieg lehrt.
Mit dem Ukrainekrieg ist die Frage akut geworden, wie kriegsfähig Demokratien sein müssen und wie weit die Kriegsfähigkeit abhängt vom Einsatzwillen des Staatsvolkes. Als Ernst Nolte 1993 bei den Bürgern unseres liberal-demokratischen Gemeinwesens „ein Ethos der Tapferkeit und des Verzichts“ anmahnte, bescheinigte er der jetzigen Gesellschaft, „ihrer Tendenz nach eine todverneinende Gesellschaft“ zu sein, weil sie „den Opfertod nicht zu rechtfertigen“ vermöge, gleichzeitig aber ohne „die Opferbereitschaft von Soldaten, Polizisten und Frauen in all ihrem Individualismus eine antiindividuelle, nämlich sterbende Gesellschaft“ sei.
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