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Überlastetes Gesundheitssystem : Wer beatmet wird, und wer nicht

Szenen wie jene, die sich im Frühjahr in Norditalien abspielten, brachten die Debatte um Richtlinien der Triage europaweit in Gang, doch eine befriedigende Lösung fehlt bisher in Deutschland. Bild: dpa

Die Rechtsunsicherheit bei der Triage besteht seit Monaten. Das Problem der Patientenauswahl auf überlasteten Intensivstationen braucht jetzt dringend eine breite öffentliche Debatte. Ein Gastbeitrag.

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          Ein knappes Jahr ist es her, dass in der Corona-Pandemie die ersten Empfehlungen zur Bewältigung von Triage-Situationen in europäischen Ländern veröffentlicht wurden. Den Anfang machte die italienische Gesellschaft für Anästhesie, Analgesie, Reanimations- und Intensivmedizin (SIAARTI). Im März 2020 veröffentlichte sie Entscheidungskriterien für Ärzte, da die intensivmedizinischen Ressourcen nicht mehr ausreichten. Auf Probleme und Fragen zu den italienischen Leitlinien hat die Philosophin Weyma Lübbe im gleichen Monat in einem Beitrag für den „Verfassungsblog“ hingewiesen.

          Katja Gelinsky
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin

          Noch bevor hierzulande die ersten Triage-Empfehlungen veröffentlicht wurden, hatte also bereits ein interdisziplinärer Diskurs über die Zuteilung von Überlebenschancen und Sterberisiken bei Überlastung des Gesundheitssystems begonnen. Wie hat sich die Triage-Debatte weiterentwickelt?

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