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Türkischer Antisemitismus : War nicht schon Atatürk Jude?

  • -Aktualisiert am

In der deutschen Hauptstadt solidarisiert sich eine Muslimin mit jüdischen Mitbürgern unter dem Motto „Berlin trägt Kippa“. Bild: Imago

Seit dem Machtantritt der AKP wächst die Judenfeindschaft in der Türkei. Dazu tragen auch die Attacken Erdogans gegen Israel bei. Beeinflusst das am Ende auch die in Deutschland lebenden Türken?

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          Die Diskussion über Antisemitismus unter hiesigen Muslimen hat sich in jüngster Zeit auf den Aspekt Flüchtlinge verengt. Unterbelichtet dabei sind die Einstellungen türkischer Migranten und ihrer Nachkommen, was auch daher rührt, dass die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Türkei überhaupt erst in jüngerer Zeit wissenschaftlich untersucht werden. Lange war der 1948 geborene türkisch-jüdische Historiker und Verleger Rifat Bali so gut wie der Einzige, der sich mit diesem Thema befasst hat.

          Dass der einheimische Antisemitismus in der Türkei selten thematisiert wurde, hat aus Balis Sicht mehrere Gründe. Die in der Regel türkisch-patriotischen und tendenziell auch regierungstreuen türkischen Juden, von denen heute schätzungsweise nur noch rund zwanzigtausend im Land leben, hatten kaum ein Interesse daran, auf den dortigen Judenhass aufmerksam zu machen.

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