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Türkische Autorin : Asli Erdogan bleibt doch in Haft

  • Aktualisiert am

Autorin und Journalistin Asli Erdogan Bild: Frank Röth

Anders als zunächst gemeldet, wurde Asli Erdogan doch nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. Der entsprechende Gerichtsbeschluss betraf nicht das Verfahren, in dem der türkischen Schriftstellerin Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird.

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          Gute Nachrichten aus der Türkei sind derzeit selten. Eine schien an diesem Mittwoch zu kommen: Ein türkisches Gericht hatte die Freilassung der seit hundert Tagen inhaftierten Schriftstellerin Asli Erdogan angeordnet. Der einen Monat nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli festgenommenen Erdogan droht wegen angeblicher Terrorunterstützung lebenslange Haft. Die 1967 geborene Autorin ist in der Türkei vor allem durch ihren Einsatz für die Kurden bekannt geworden.

          Weltweit wird ihre Freilassung gefordert, wöchentlich werden vor dem Gefängnis in Istanbul, in dem sie inhaftiert ist, zwei Mahnwachen abgehalten; während der Buchmesse von Istanbul beteiligte sich daran in der vergangenen Woche auch eine deutsche Delegation.

          Der Gerichtsbeschluss an diesem Mittwoch betraf ein Verfahren gegen Asli Erdogan, in dem ihr „Störung der staatlichen Einheit“ vorgeworfen wird. In einem anderen Verfahren aber, das der mutmaßlichen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation gilt, betrachten die türkische Behörden den Verdacht nicht als ausgeräumt, so dass Asli Erdogans Anwalt noch am selben Tag mitteilen musste, dass seine Mandantin doch nicht freigelassen werde. Wieder keine gute Nachricht aus der Türkei.

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