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Hirnforscher geht nach China : Flucht vor der Scheinmoral

  • -Aktualisiert am

Mysterium Gehirn Bild: Ingo Rappers

Seine Tierversuche wurden skandalisiert, die Max-Planck- Gesellschaft ließ ihn fallen. Jetzt hat China den genialischen Hirnforscher Nikos Logothetis abgeworben. Ein Gastbeitrag.

          5 Min.

          Die Chinesen rollen den roten Teppich aus. Der weltweit renommierte Hirnforscher Nikos Logothetis, bis jetzt noch Direktor des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen, wird Deutschland verlassen und bereits dieses Jahr sein neues Domizil in Schanghai beziehen. Einen eleganten Forschungscampus, der momentan eigens für ihn errichtet wird. Und Logothetis geht nicht allein. Viele seiner Tübinger Mitarbeiter werden ihn begleiten, samt ihrer Partner und Kinder.

          Damit vollzieht sich ein in der Wissenschaftsgeschichte einmaliger Vorgang: Der Exodus eines nahezu kompletten Forschungsinstituts, das der deutsche Steuer-zahler mit viel Geld finanziert hat. Ist Logothetis undankbar und sucht seinen Vorteil? Nein, denn er wäre gern in Deutschland geblieben. Aber die Zustände sind für ihn untragbar geworden.

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