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Toyotas Smart City : Diese Stadt ist ein großer Roboter

In Las Vegas präsentierte der Autohersteller Toyota seinen Plan für eine total vernetzte Stadt der Zukunft, in der selbstfahrende Transportkapseln die Bürger, Dinge und Angebote ungestört überall hinbringen sollen. Vom kommenden Jahr an wird sie bei Tokio gebaut. Bild: Simulation Toyota/BIG

Weil die smarten Dinge, die sie verkaufen, mit den existierenden Städten und ihren Bewohnern nicht so gut klarkommen, bauen die großen Firmen ab sofort ihre eigenen Städte – so wie Toyota bei Tokio. Was heißt das für die Frage, wie wir in Zukunft leben?

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          An diesen Januar wird man sich später noch einmal erinnern. In Las Vegas fand wie jedes Jahr die Consumer Electronics Show statt, bei der seit 1967 Radios, später Videorekorder und DVD-Player präsentiert wurden und auch mal ein Haushaltsroboter. Auf der CES wird traditionell die Konsumbereitschaft der Leute getestet, ob sie etwa Smartwatches haben wollen (wollen sie) oder eine Datenbrille von Google Glasses (wollen sie nicht so dringend; und das Spielcasino „Caesars Palace“ nebenan verbot gleich mal das Tragen der Brille).

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          In diesem Jahr passierte etwas Unerwartetes. Nachdem die Eletronikkonzerne ihre Ideen vorgeführt hatten – Sony ist unter die Autobauer gegangen und zeigte einen Wagen, der aussieht, wie wenn jemand, der das noch nie gemacht hat, einen Tesla nachbauen wollte –, stellte der Autobauer Toyota kein Auto, sondern einen Architekten aus Dänemark vor: Bjarke Ingels verkündete dem Publikum, dass er für Toyota eine ganze Stadt bauen werde, eine „Modellmetropole“ auf einem 175 Hektar großen Gelände nicht weit von Tokio entfernt, malerisch in Sichtweite des Fudschijama gelegen: In der Reißbrettstadt sollen autonome Autos erprobt und Häuser gebaut werden, in denen „Robotik, persönliche Mobilität, Smart Home und Künstliche Intelligenz“ getestet und zu einem „vollständig vernetzten Ökosystem“ zusammengenäht werden.

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