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FAZ Plus Artikel Suizid nach Zeitungsartikel : Die passende Geschichte

Das Stockholmer Stadttheater war die Wirkungsstätte des Theatermanns Bild: Picture-Alliance

Nach dem Tod des Theaterleiters Benny Fredriksson diskutiert Schweden über die Medien und ihre Verantwortung in der MeToo-Debatte. Was ist schief gelaufen?

          Man muss vorsichtig sein beim Umgang mit dem, was seit dem vergangenen Wochenende an Eilmeldungen aus dem schwedischen Theaterbetrieb zu uns dringt. Aber die Vorsicht darf nicht dazu führen, von dem zu schweigen, was sich dort allem Anschein nach Tragisches ereignet hat. Denn die Geschehnisse werfen Fragen auf, die über den speziellen Fall und dessen Kontext hinaus nach Antworten verlangen. Die Nachricht vom Suizid des schwedischen Theaterleiters Benny Fredriksson, der sechzehn Jahre lang Chef des renommierten Stockholmer Stadttheaters war und von einem schwedischen Boulevardblatt im vergangenen Dezember wegen seines Führungsstils heftig attackiert wurde und in der Folge zurücktrat, hat in Schweden eine Debatte über die ethische Verantwortung der Presse im Zusammenhang mit der MeToo-Bewegung ausgelöst.

          Simon Strauß

          Redakteur im Feuilleton.

          Im Zentrum steht die Frage, ob Medien auch dann die Namen von potentiellen Tätern veröffentlichen sollten, wenn nur vage Anschuldigungen im Raum stehen und keine justitiablen Tatvorwürfe. Die schwedische Boulevardzeitung „Aftonbladet“ hatte am 5. Dezember 2017 von einer „Kultur des Schweigens“ berichtet, die Fredriksson an seinem Haus etabliert habe. Basierend auf überwiegend anonymen Aussagen von vierzig ehemaligen und aktuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde eine Liste mit mehreren Anklagepunkten präsentiert: So habe der Intendant unter anderem einer Schauspielerin geraten, ihr Kind abzutreiben, weil sie sonst eine Rolle nicht bekäme. Einer anderen Schauspielerin, die sich weigerte, eine sexuell konnotierte Rolle zu übernehmen, habe er nahegelegt, besser frei zu arbeiten und einen Schauspieler dazu gezwungen, nackt zu proben, obwohl der Besetzungsplan das nicht vorsah. Darüber hinaus wurden ihm Anzüglichkeiten nachgesagt sowie der Vorwurf gemacht, das obszöne Machogehabe einiger am Haus arbeitender Regisseure zu decken.

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          Hilfe bei Suizidgedanken

          Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

          Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

          Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
          Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

          Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

          Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

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