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Streit um Peenemünde : Unser Weltraumkulturerbe?

  • -Aktualisiert am

Ein Nachbau der V2-Rakete in Peenemünde Bild: Karsten Thielker

Peenemünde, wo die Rakete V2 gebaut wurde, soll Weltkulturerbe werden. Es ging dort aber niemals um den Weltraum. Es ging darum, eine Massenvernichtungswaffe abzufeuern.

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          Peenemünde, wo alles begann mit der Raumfahrt. Wo Wissenschaftler für die Nazis die V2-Rakete entwickelten, die als Waffe eingesetzt wurde – aber eigentlich wollten sie den Weltraum erforschen. So geht die Legende: Die 120 Peenemünder um Wernher von Braun, die den Amerikanern nach dem Krieg dann das mit der Raumfahrt erklärten und ohne die es eine Mondlandung nie gegeben hätte. Und die Sowjets bekamen zwar nicht die Ingenieure aus der ersten Reihe. Immerhin aber die aus der zweiten, und so verdankte sich auch deren Raumfahrtprogramm den Errungenschaften aus Peenemünde.

          Peenemünde, Geburtsort der Raumfahrt

          Am 10. Juli hat Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, angekündigt, man werde sich darum bemühen, dass die ehemalige Heeresversuchsstelle Peenemünde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wird. Gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk teilte sie mit: „Peenemünde steht ja auf der einen Seite für technologische Pionierleistung, ist eben auch untrennbar mit der menschenverachtenden Ideologie des NS-Systems verbunden.“

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