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Streit um Aachener Kunstpreis : Alles, was Sie nicht sagen, kann gegen Sie verwendet werden

Vernagelte Fensterflucht: Der Installation in der Synagoge Stommeln, die Walid Raad 2016 vornahm, gab er den Titel „Those that are near. Those that are far.“ Bild: dpa

Die Stadt Aachen möchte ihren Kunstpreis nicht an Walid Raad verliehen sehen, weil er den Verdacht nicht widerlegen konnte, er sei ein Feind Israels. Aber der private Stifter des Preises ist anderer Meinung.

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          Seit 1970 unterhält die Stadt Aachen ein Museum für Gegenwartskunst, das seit 1988 Ludwig Forum für Internationale Kunst heißt. 1980 stiftete der Verein seiner Freunde einen Preis. Der Kunstpreis Aachen wird von den Museumsfreunden gemeinsam mit der Stadt und der Aachener Wirtschaft ausgelobt; den Großteil der Preissumme von 10.000 Euro bringt der Verein auf. Die Auszeichnung ist mit einer Ausstellung verbunden und für Künstler gedacht, die „der internationalen Kunstszene wesentliche Impulse gegeben haben“.

          Patrick Bahners

          Feuilletonkorrespondent in Köln und zuständig für „Geisteswissenschaften“.

          Zu den Preisträgern zählen Richard Long, On Kawara, Tacita Dean und Franz Erhard Walther. Der Jury gehören außer dem Direktor des Ludwig Forums und dem Vereinsvorsitzenden drei Direktoren deutscher Museen an, die bei jeder Vergabe wechseln. In der Jury für 2018 waren diese Fachrichter Johan Holten (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden), Christiane Mennicke-Schwarz (Kunsthaus Dresden) und Susanne Titz (Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach). Die einstimmige Wahl der Jury fiel auf Walid Raad, der 1967 im Libanon geboren wurde und seit 1983 in den Vereinigten Staaten lebt.

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