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FAZ Plus Artikel Strache und das Ibiza-Video : Bigger Brother

Heinz Christian Strache bei seiner Rücktrittserklärung. Im Hintergrund Arbeitsministerin Beate Hartinger-Klein (l) undAußenministerin Karin Kneissl (r) Bild: EPA

Zwei Männer und eine Frau, die herumlümmeln, trinken, rauchen, labern: Das war Teil eins der Verschwörungsgeschichte um Straches „rein privates Treffen“ auf Ibiza. Teil zwei verspricht mehr als das Video selbst.

          Jetzt, da, nach der ersten Staffel gewissermaßen, der FPÖ-Mann Heinz-Christian Strache zwar nicht eines Verbrechens, auf jeden Fall aber einer atemberaubenden Dummheit und eines kleinmaxlhaften Größenwahns überführt ist, jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob in der zweiten Staffel herauskommen wird, wer ihn da überführt hat.

          Claudius Seidl

          Verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Es ist ja eine doppelte Verschwörungsgeschichte, welche, zum Teil, die „Süddeutsche Zeitung“ und der „Spiegel“ erzählen, und die erste, die aufgedeckte Verschwörung geht so: Wie wäre es, wenn wir, die FPÖ, eine reiche Russin dazu überredeten, eine Viertelmilliarde zu investieren, womit man erst die mächtige „Kronen Zeitung“ kaufen und unter Kontrolle bringen, dann die Nationalratswahl gewinnen, anschließend den Rest der Presse und den Rundfunk gleichschalten und sich bei den Russen mit Staatsaufträgen bedanken würde? Klingt genau so, als hätten viel Champagner und Red Bull (von der Frage, was Strache raucht in dem Video, und was da sonst für weißes Pulver auf dem Tisch in der Russenvilla liegt, ganz zu schweigen) ihn eher inspiriert als jener nüchterne Realismus, den man als Fernsehserienfan schon deshalb vermisst, weil man sich vorstellen kann, wie misstrauisch und wie gut vorbereitet Weltklassebösewichte wie Tony Soprano oder Frank Underwood in so ein Treffen hineingegangen wären. Dass sie neutrales Terrain gewählt hätten, versteht sich von selbst. Was das Video zeigt, zwei Männer und eine Frau, die in Freizeitkleidung in einer Sitzecke herumlümmeln, trinken, rauchen, labern, das ist leider nicht „House of Cards“. Straches Format reicht nur für „Big Brother“.

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