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Freiheit und Kreativität : Brauchen wir mehr afrikanischen Spirit in den Städten?

  • -Aktualisiert am

Frauen auf einem Markt in der nigerianischen Hauptstadt Lagos. Bild: Reuters

Stadtplanerin Fabienne Hoelzel hilft Armen in Nigeria mit Kompost-Toiletten und einfachen Bauten. Zugleich lernt die Architektin dort, wie viel Freiheit eine Stadt braucht – und was es mit der Bereitschaft zum Scheitern auf sich hat.

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          Fabienne Hoelzel, Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, verschwindet kurz vom Zoom-Bildschirm und präsentiert eine Art Schüssel mit zwei Löchern vor der Kamera: ein Klo oder, präziser, das Herzstück einer mobilen Kompost-Trenntoilette, an der sie mit ihrem Büro Fabulous Urban, einem Mix aus NGO und Forschungslabor, seit einigen Jahren tüftelt. Eher ungewöhnlich für eine Architektin und Stadtplanerin. Aber die 46-jährige Schweizerin ist ein bisschen anders. Sie hat sich dem Mikro-Urbanismus verschrieben, also kleinen städtischen Eingriffen, die Großes bewirken, besonders in Ländern wie Nigeria.

          Von dort ist sie gerade zurückgekommen. Stunden verbringen die Menschen in Lagos im Stau: Das Straßennetz ist so ungenügend wie der öffentliche Verkehr, zwischen 13 und 23 Millionen Menschen leben in der Stadt, niemand weiß das genau. Klar ist: Die Metropole rangiert unter den größten weltweit und wächst rasant. Es gibt keine konstante Strom- und Wasserversorgung, keine staatliche Müllabfuhr, kein funktionierendes Abwassersystem und viel zu wenig Wohnraum, vor allem für Arme. Die Regierung ist, „ich drücke es mal höflich aus – dysfunktional“, sagt Hoelzel.

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