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Frauen in der Politik : Mit der an der Spitze wird das nichts

  • -Aktualisiert am

Die britische Premierministerin Theresa May auf dem Weg zu einer Tagung ihrer Partei, März 2017. Bild: Bloomberg

Warum der Umgang mit Politikerinnen wie Andrea Nahles, Teresa May und Annegret Kramp-Karrenbauer Ausdruck eines neuen Anti-Feminismus ist: Der Soziologe Klaus Theweleit erklärt es in seinem Gastbeitrag.

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          Zum Start von Andrea Nahles als SPD-Fraktionschefin vor anderthalb Jahren hatte die Kolumnistin Margarete Stokowski spitz bemerkt, „dass Frauen erste Wahl sind, wenn alles vor die Wand gefahren ist“; dass Frau Nahles also ins Steuerhaus durfte, „nachdem der Schulz-Zug entgleist war“. Nun konnte sie nachlegen. „Darauf hätte man gut wetten können, denn wo es ums Aufräumen geht, dürfen immer noch gern Frauen ran“, schrieb sie zur Meldung, dass nun gar zwei Frauen damit beauftragt seien, die SPD „aufzuräumen“ nach ihrem Debakel bei der Europawahl 2019: Malu Dreyer und Manuela Schwesig, die verbliebenen Spitzenfrauen.

          „Gruß an Österreich“, fügt sie hinzu - wo Frau Bierlein, Ex-Verfassungsrichterin, zur Lotsin bestimmt ist, das vom Kanzler-Duo Strache/Kurz versenkte Staatsschiff zu heben und wieder flott zu machen.So wie es – können wir anfügen – in Great Britain Theresa May richten sollte, nachdem Kapitän Cameron und Erster Offizier Boris Johnson den britischen Panzerkreuzer führungslos in die offene Irische See entlassen hatten. „Leinen los!“ – „Und nun mach mal, Theresa“. (Theresa machte – und die Herren, dankbar, machten Hackfleisch aus ihr).

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