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Montagen von Denkmalfotos : Autor Shapira stellt „Yolocaust“-Aktion ein

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Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin im Abendlicht. Viele Besucher verhalten sich dort unangemessen, turnen, springen und biken zwischen den Stelen. Bild: dpa

Shahak Shapira hatte mit seinem Projekt „Yolocaust“ großes Aufsehen erregt. Jetzt nimmt er die Bilder von Jugendlichen, die auf dem Berliner Denkmal für die ermordeten Juden herumturnten, aus dem Netz.

          Der Autor Shahak Shapira, der Selfies auf dem Berliner Holocaust-Mahnmal mit Bildern aus den deutschen Vernichtungslagern verknüpft hat, stellt seine „Yolocaust“-Aktion nach einer Woche wieder ein. Eine Sprecherin sagte an diesem Freitag, Shapira habe die Fotos aus dem Netz genommen. Nach Angaben Shapiras sei die Seite, auf der er das Verhalten von Mahnmal-Besuchern aufgespießt hatte, von mehr als 2,5 Millionen Menschen gesehen worden. Die zwölf Menschen, die auf den Selfies abgebildet gewesen seien, hätten sich inzwischen bei ihm gemeldet. Die meisten hätten entschieden, die Fotos von ihren Facebook- oder Instagram-Profilen zu löschen.

          So habe ihm ein junger Mann, der ein Bild mit dem Titel „Auf toten Juden herumhüpfen“ ins Netz gestellt hatte, sich dafür entschuldigt. „Ich wollte niemanden beleidigen. Nun sehe ich meine eigenen Worte in den Nachrichten“, habe er geschrieben. Über Shapiras Projekt hatten Medien weltweit berichtet. Auf der Website hatte Shapira Fotos aus sozialen Medien zusammengestellt, auf denen zumeist junge Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin fröhlich posieren. Bewegte man den Mauszeiger über die Bilder, wurden die Protagonisten in Bilder aus Vernichtungslagern montiert. So hüpften, turnten und tanzten die Touristen nicht mehr auf dem Mahnmal herum, sondern optisch auf ermordeten Opfern der Nazis.

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