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Schulbesuch in der Pandemie : Hier kann man im Lockdown noch etwas lernen

Ein Schüler der sechsten Klasse beim Gespräch mit seiner Lernbegleiterin: Die Hardtschule in Durmersheim ist mit ihrem ausgeklügelten pädagogischen Konzept erfolgreich. Bild: Frank Röth

In der Hardtschule entscheiden die Schüler, ob sie in der Pandemie zu Hause bleiben oder ins Klassenzimmer kommen. Besuch in einer Lernumgebung, der Corona nicht viel anhaben kann.

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          Auf dem Gelände der Hardtschule in Durmersheim südlich von Karlsruhe ist es still an diesem Freitagmorgen. Nur ein paar versprengte Schüler mit Masken streichen über den Schulhof, der Unterricht läuft wie meist im Flüsterton ab, wenig dringt durch die zum Lüften geöffneten Fenster nach draußen. Obwohl die Schüler auch zu Hause lernen dürften, ganz unabhängig vom Infektionsgeschehen um sie herum, sind die meisten zum Wochenabschluss in die Schule gekommen. Freitags werden die Lernpläne für die nächste Woche entworfen und die Ganztagsschule endet schon um zwölf Uhr.

          Uwe Ebbinghaus
          Redakteur im Feuilleton.

          Die Hardtschule, benannt nach dem angrenzenden Wald, ist eine Gemeinschaftsschule – ein Konstrukt, das 2011 von der frisch gewählten grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs erstmals im Koalitionsvertrag erwähnt wurde. Von „Bildungsaufbruch“ war damals die Rede, die Grundidee bestand darin, alle Schüler auf drei unterschiedlichen Niveaustufen lernen zu lassen, Integration und Inklusion zu ermöglichen, insgesamt eine Bildungsbewegung ohne Sitzenbleiben und Brüche zu erzeugen. Die Schüler können den Haupt- oder Realschulabschluss machen, in einigen Fällen auch das Abitur.

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