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Was ist deutsch, Sarah Wiener? : Wir werden alle manipuliert!

Bild: Matthias Lüdecke

Was wir essen, bestimmt unser Sein. Niemand argumentiert dafür schärfer als die Starköchin, Unternehmerin und Landwirtschafts-Politikerin Sarah Wiener. Im Sommer-Videointerview mit der F.A.Z spricht sie über ihre Anfänge in Berlin, Erfahrungen in Ostdeutschland und ihren Horror vor Clean Meat.

          1 Min.

          Wann haben Sie sich einmal wirklich deutsch gefühlt?

          Simon Strauß
          Redakteur im Feuilleton.

          Meistens in der Ferne.

          Haben Sie einen Lieblingsdialekt?

          Ich mag den brandenburgischen Bauerndialekt sehr. Wenn die Menschen dort zum Beispiel sagen: „Ick jeh nach der Mutter.“

          Welches Wort in der Nationalhymne ist Ihnen am wichtigsten?

          Recht und Freiheit. Und wenn es nur ein Wort sein soll, dann das „und“.

          Wo ist Deutschland am schönsten?

          Auf dem Land. Auf dem Wasser. Und in den Bergen ...

          Was ist die beste deutsche Erfindung?

          Die Waschmaschine.

          Welches deutsche Essen verachten, welches lieben Sie?

          Es gibt kein Essen, das ich verachte, wenn es natürlich hergestellt ist. Lieben tue ich natürlich viele Gerichte, aber wenn es nur ein deutsches Essen wäre, das ich auf die berühmte Insel mitnehmen dürfte, dann wären es selbst gemachte Maultaschen.

          Haben Sie einen Lieblingswitz über die Deutschen?

          Es gibt diesen Bildwitz, den ich sehr liebe: Da steht drüber „Neulich in Sachsen“, und man sieht, wie ein Mann an einer Tür klingelt, und eine Frau macht ihm auf, und er sagt: „’s do Dita da?“ Und sie ruft nach hinten: „Dieter, Feuerwehr.“

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