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Russland nach der Dumawahl : Die Polyphonie der Putin-Gnome

  • -Aktualisiert am

Blick in ein unfreies Land: Der Rote Platz mit dem Kreml, fotografiert durch ein Schaufenster des staatlichen Kaufhauses GUM. Bild: dpa

Die Dumawahl hat gezeigt, dass in Russland die Staatsmacht klüger ist als das „kluge Wählen“. Abgeordnete anderer Parteien sind Putin-Gnome – mit Ausnahme der Parfüm-Partei. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Die Wahlen zum russischen Parlament – der Staatsduma – sind mit Putins klarem Sieg ausgegangen. Die ihm ergebene Partei „Einiges Russland“ hat wie bei den vorangegangenen Wahlen wieder eine Verfassungsmehrheit erlangt: 324 von 450 Sitzen.

          „Die Duma ist kein Ort für Diskussionen“, sagte mit Kadavergehorsam ein früherer Dumasprecher in genialer Schlichtheit, womit er das Wesen seines Staates auf den Punkt brachte. So funktionierte seinerzeit auch das sowjetische Parlament, der Oberste Sowjet der UdSSR. Und dazu hat sich allmählich auch Putins Duma entwickelt.

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