https://www.faz.net/-gqz-9ilig

Ein Jahr Haft für Pawlenski : Russischer Künstler Pawlenski nach Brandstiftung in Paris verurteilt

  • Aktualisiert am

Der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski am 10. Januar im Gerichtsgebäude in Paris Bild: dpa

Piotr Pawlenski fand in Frankreich Zuflucht vor der Verfolgung in Russland. Doch er hielt es für „historisch schädlich“, dass die Banque de France an dem Platz steht, an dem die Französische Revolution ausbrach. Deshalb legte er Feuer. Nun muss er ins Gefängnis.

          Der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski ist in Paris zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er bei einer Kunstaktion an einer Bankfiliale Feuer gelegt hatte. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am späten Donnerstagabend. Hinter der Kunst habe in dem Fall eine Geste gestanden, die Menschen in Gefahr gebracht habe, sagte der zuständige Richter dem Bericht zufolge vor der Urteilsverkündung.

          Pawlenski - bekannt für radikale Aktionen - hatte im Oktober 2017 Feuer an einer Zweigstelle der französischen Zentralbank gelegt, es entstanden laut früheren Angaben der Bank Schäden im Eingangsbereich. Während des Gerichtsverfahrens sagte der 34-jährige Künstler laut AFP, es sei „historisch schändlich“, dass die Banque de France eine Zweigstelle auf dem Platz der Bastille, einem zentralen Schauplatz der Französischen Revolution, habe. Er wolle, dass sie von dort verschwinde.

          Pawlenski erhielt dem Bericht zufolge wegen Sachbeschädigung und Gefährdung anderer eine Haftstrafe von drei Jahren, davon zwei auf Bewährung. Auch seine Ex-Lebensgefährtin wurde demnach in der Sache verurteilt. Sie bekam eine zweijährige Haftstrafe, 16 Monate davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.

          Pawlenski war Anfang 2017 aus Angst vor Verfolgung durch die Moskauer Behörden aus Russland geflohen und hatte in Frankreich Asyl erhalten. Der Künstler machte mehrfach mit umstrittenen Aktionen auf sich aufmerksam. So nähte er sich aus Protest den Mund zu oder nagelte sich am Hodensack auf dem Roten Platz in Moskau fest. Weil er 2015 den Eingang zum Sitz des Inlandsgeheimdienstes FSB in Brand steckte, wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.

          Weitere Themen

          Türkiye demokrasisinin üvey evlatları: Kürtler

          İstanbul’dan mektuplar : Türkiye demokrasisinin üvey evlatları: Kürtler

          Ankara, daha seçilmelerinin üzerinden 5 ay bile geçmeden HDP’li 3 belediyeye neden kayyum atadı? Erdoğan, muhalefetin milliyetçi oylarını almak ve Kürtleri sandığa küstürerek muhalefet blokundan koparmak istiyor. Nihai hedef ise İstanbul seçimleriyle birlikte karşısında oluşan muhalefet blokunu, 2023 Saray seçimlerinden önce parçalamak.

          Topmeldungen

          Wer macht’s? Annalena Baerbock und Robert Habeck

          Grüne Kanzlerkandidatur : Baerbock oder Habeck?

          Die grüne Spitze kommt gut an. Doch Annalena Baerbock und Robert Habeck wollen nicht darüber reden, wer Kanzlerkandidat wird und mit wem sie im Bund koalieren wollen.
          Verkehrsminister Andreas Scheuer

          Maut-Debakel : Neue Vorwürfe gegen Scheuer

          Die Pkw-Maut kommt nicht - jetzt werden die Verträge aufgearbeitet. Hat Verkehrsminister Scheuer getrickst, damit die Mauterhebung billiger aussieht?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.