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Rettet das Plattdeutsche! : Nedderdüütsch in der Schule

  • -Aktualisiert am

Die berühmte Birne zu Ribbeck im Havelland: als Skulptur von Juliane E. Gansen vor der evangelischen Kirche. Bild: ZB

Auch in Brandenburg wurde Plattdeutsch gesprochen. Knapp drei Prozent der Bewohner sollen es noch beherrschen. Jetzt engagiert sich die Landespolitik, um die Sprache zu retten.

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          Als man Kinder noch mit Birnen locken konnte, hatte Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland seine große Zeit: „Und kam in Pantinen ein Junge daher, / So rief er: ,Junge, wiste ’ne Beer?‘ / Und kam ein Mädel, so rief er: ,Lütt Dirn, / Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.‘“ Die fruchtbringenden Angebote des Junkers aus Theodor Fontanes Ballade sind die bekanntesten niederdeutschen Zeilen der Literaturgeschichte. Doch das märkische Platt, das der Dichter seinem Ribbeck und auch so mancher Romanfigur in den Mund legte, „ist ein inzwischen ausgestorbenes Idiom“.

          Das jedenfalls diagnostizierte der Schriftsteller Rolf Schneider 2007 in der „Welt“, als das Originalmanuskript des Ribbeck-Gedichts versteigert wurde. Den Totenschein hatte Schneider allerdings vorschnell ausgestellt. Im Havelland und in anderen Landstrichen Brandenburgs gibt es auch heute noch Menschen, die Platt sprechen. Anders als zu Fontanes Zeiten bilden sie allerdings eine immer kleiner werdende Minderheit.

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