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Übersetzungs-App DeepL : Die große Sprachentwirrung

  • -Aktualisiert am

Bild: Tobi Frank

Seit der Regisseur Jan Schmidt-Garre Texte mit der App übersetzt, hat er das Gefühl, Zeuge eines persönlichen Pfingstwunders zu sein. Müsste man den Sprachunterricht heutzutage nicht ganz anders organisieren? Ein Gastbeitrag.

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          Wer hat eigentlich in den letzten Jahren meine Texte ins Englische übersetzt?, fragte ich mich. Ich mache Filme, meistens Dokumentarfilme zu Musikthemen, die ich als Koproduktionen verschiedener Länder finanziere. Ich brauche englische Exposés, englische Sprachfassungen. Ich habe ständig etwas zu übersetzen, auch jetzt wieder: Untertitel für einen Film über expressiven Operngesang. Also, wer hat das zuletzt für mich gemacht: Chris, mein alter amerikanischer Freund aus München? Mit dem hatte ich lange nicht zu tun. Barnaby, mein britischer Freund in Berlin? Nein, der hat nur Korrektur gelesen, netterweise.

          Korrektur gelesen, warum eigentlich? Die Antwort ist: Seit drei Jahren übersetze ich alles selber. Mit DeepL, jener Übersetzungssoftware aus Köln, die seit 2017 auf dem Markt ist und die bei Blindtests dreimal so gut abschneidet wie Google, Bing und die übrigen Konkurrenten.

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