Ralf Dahrendorf zum Achtzigsten :
Frei, sich noch einmal alles anders zu überlegen

Lesezeit: 4 Min.
Ralf Dahrendorf, Baron Dahrendorf of Clare Market in the City of Westminster
Der Unmut über die Große Koalition zog den Soziologen einst in die Politik. 1968 versprach er, die Bereitschaft zur Selbstkorrektur aus der Wissenschaft in die Politik einzubringen. Dieses Versprechen hat er gehalten. Ralf Dahrendorf zum Achtzigsten.

Ist das nun die Abdankung? Der förmliche Verzicht auf ein geschichtliches Denken, an das der Name der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands noch erinnerte? Die führenden Männer der Partei haben ihre Präsidentschaftskandidatin desavouiert und die Möglichkeit sozialer Unruhen in Abrede gestellt. Undenkbar soll sein, dass die Krise ein revolutionäres Potential enthalten könnte. Beschwichtigung ist oberstes Gebot.

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