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Rachel Johnsons Buch : Being Boris’ Schwester

  • -Aktualisiert am

War als Journalistin schon vor ihrem Bruder erfolgreich: Rachel Johnson Bild: Reuters

Ehrgeiz wird in dieser Familie übergroß geschrieben, öffentliche Aufmerksamkeit ist für sie lebensnotwendiger Treibstoff: Was das Buch von Boris Johnsons Schwester Rachel zwischen den Zeilen verrät.

          2 Min.

          Ehrgeiz wird in der Familie Johnson übergroß geschrieben. Er quillt zumindest bei Boris, bei Vater Stanley und Schwester Rachel aus jeder Pore, sosehr sie ihn alle mit einer Unmenge an Selbstironie zu kaschieren suchen. Öffentliche Aufmerksamkeit ist für sie lebensnotwendiger Treibstoff. Das bringt Boris Johnsons knapp fünfzehn Monate jüngere Schwester in ein Dilemma: Sie war im Journalismus eigenständig erfolgreich, bevor ihr Bruder stratosphärischen Ruhm erlangte. Inzwischen wird sie, oft ohne Namensnennung, nur als „die Schwester von Boris“ vorgestellt.

          Gina Thomas

          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Rachel Johnson studierte wie ihr Bruder, der Premierminister, in Oxford Altphilologie und gab sogar die Studentenzeitschrift „Isis“ heraus, in der sich viele Schriftsteller ihre Sporen verdient haben. Während Boris Johnson als Brüssler Korrespondent des „Daily Telegraph“ den Euroskeptizismus schürte, begann Rachel Johnson ihre journalistische Karriere bei der „Financial Times“. Damals herrschte zwischen den rivalisierenden Geschwistern noch eine gewisse Parität. Das ist längst vorbei, und das ihr heute entgegengebrachte Interesse befriedigt zwar das Johnson’sche Verlangen nach Aufmerksamkeit, macht Rachel Johnson aber auch Kummer, wie sie in einem frei von der Leber weg geschriebenen Buch bekennt. Ihr ist durchaus klar, dass es sein Publikum vorwiegend der Neugier auf den Premierminister und die „berühmteste politische Familie des Landes“ verdankt.

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