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Razzia nach Klebeprotest : Polizei durchsucht Wohnungen von Klimaaktivisten

Nach der Klebe-Attacke der Gruppe „Letzte Generation“ in Dresden hat die Polizei am Donnerstagmorgen Wohnungen in Leipzig durchsucht. Bild: dpa

Vertreter der Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ hatten den Rahmen eines Kunstwerks beschädigt und damit einen Schaden in Höhe von 4000 Euro verursacht. Nun durchsuchte die Polizei deren Wohnungen.

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          Die Polizei hat die Wohnungen von drei Aktivisten der Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ in Leipzig, Berlin und Greifswald durchsucht. Die Beamten stellten Beweismittel wie Datenträger und Kommunikationsmittel sicher, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen mitteilten. Die beiden Zweiundzwanzigjährigen sowie der Neunundzwanzigjährige waren allerdings nicht vor Ort.

          Felix Schwarz
          Volontär

          Die Ermittlungen laufen wegen des Vorwurfs gemeinschädlicher Sachbeschädigung im Zusammenhang mit der Aktion an Raffaels Gemälde „Sixtinische Madonna“. Die drei Aktivisten hatten am 28. August die Gemäldegalerie Alte Meister am Zwinger aufgesucht. Die Frau und der Neunundzwanzigjährige versahen dann je eine ihrer Hände mit Sekundenkleber und befestigten diese so am vergoldeten Rahmen des Kunstwerks. Das Bild selbst blieb jedoch verschont. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Schaden in Höhe von rund 4000 Euro.

          Erst Mittwochabend hatten sich zwei weitere Vertreterinnen der Protestgruppe in der Hamburger Elbphilharmonie an einem Dirigentenpult festgeklebt. Ein Mitarbeiter des Orchesters löste eine Verbindungsstange im Dirigentenpult und bewegte die beiden Aktivistinnen aus dem Konzertsaal. Der Protest fand kurz vor dem Beginn eines Konzerts der Sächsischen Staatskapelle Dresden statt und dauerte etwa fünf Minuten. Mehrere Zuschauer protestieren währenddessen laut. Die Polizei nahm die beiden Klimaaktivistinnen vor der Tür in Gewahrsam.

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