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Diskussion um „Polendenkmal“ : Dem Leid gerecht werden

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Mit dem Überfall auf Polen begann der Zweite Weltkrieg: Am 1. September 1939 rissen Soldaten der deutschen Wehrmacht einen rot-weißen Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze nieder. Bild: dpa

Damit sich Täter- und Opfergesellschaften gleichzeitig an NS-Besatzungsherrschaft und Vernichtungskrieg in Polen und ganz Europa erinnern können, brauchen wir ein Gedenkensemble in der Mitte Berlins. Ein Gastbeitrag.

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          Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen prägen weiterhin die deutsche Erinnerungslandschaft. Zugleich schwindet das Wissen um den Krieg, je größer der zeitliche Abstand zu den Jahren zwischen 1939 und 1945 wird. Bestehende Gedenkstätten halten Erinnerung wach und weisen in die Gegenwart. Aber es müssen auch fünfundsiebzig Jahre nach Kriegsende dort neue Zeichen gesetzt werden, wo sie fehlen.

          Eine solche Leerstelle sind deutsche Besatzungsherrschaft und Vernichtungskrieg in Europa. Seit dem Morgengrauen des 1. September 1939, als die deutsche Luftwaffe die wehrlose polnische Kleinstadt Wieluń bombardierte und wohl rund 1200 Menschen ihr Leben verloren, überzog Deutschland unseren Nachbarn Polen mit einem Terrorregime, das die Auslöschung des polnischen Staates zum Ziel hatte. Als am 22. Juni 1941 das Dritte Reich die Sowjetunion überfiel, weitete sich dieser Vernichtungskrieg vor allem auf die Ukraine, auf Belarus und auf russischen Boden aus.

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