https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/philosophie-der-pandemie-was-will-uns-das-coronavirus-sagen-17094081.html
Bildbeschreibung einblenden

Philosophie der Pandemie : Was will uns das Coronavirus sagen?

Ein Baum mit Mundschutz: Irgendwie scheinen Corona-Krise und Klimawandel miteinander zu tun zu haben. Bild: dpa

Aus der Pandemie ziehen viele keine oder nur pragmatische Schlüsse. Dabei könnte sie uns zu einer philosophischen Einsicht taugen: Wenn wir eine Zukunft haben wollen, müssen wir unser Leben ändern.

  • -Aktualisiert am
          5 Min.

          Will eigentlich niemand wissen, ob Corona uns vielleicht doch etwas zu „sagen“ hat, etwas, das über Hygienevorschriften hinausginge? Außer vereinzelten religiösen Scharfmachern, die auch bei dieser Gelegenheit eine „Strafe Gottes“ am Werk sehen, aber den offiziellen Diskurs meiden, fragt niemand danach. Einen Bedarf an Sinnstiftung, der sich in den Verschwörungstheorien noch am ehesten äußert, scheint es nicht zu geben. Dass Bill Gates hinter all dem steckt, mag glauben, wer will; aber welchen „Sinn“ hätte das, abgesehen von einer leicht ausrechenbaren persönlichen Motivation?

          Edo Reents
          Redakteur im Feuilleton.

          Ansonsten verbirgt sich unter dem dichtgewobenen Flickenteppich der Verordnungen, den zu vermitteln ja auch abendfüllend ist, eine gewisse intellektuelle Genügsamkeit. Selbst Weihnachten scheint diesbezüglich niemanden aus der Reserve zu locken, die Kirchen schweigen vernehmlich. Von Interesse ist hauptsächlich, mit wie vielen Personen man die Feiertage verbringen darf.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Andrea Paluch (rechts) und ihr Mann Robert Habeck auf der Koppel hinter ihrem Haus in Großenwiehe bei Flensburg, 2009

          Buch von Habeck und Paluch : „Das Ego haben wir abgefrühstückt“

          Der Roman „Hauke Haiens Tod“ von Andrea Paluch und Robert Habeck ist neu aufgelegt und verfilmt worden. Braucht es politisches Talent, um als Paar gemeinsam zu schreiben? Ein paar Fragen an die eine Hälfte der beiden.
          Im Handelssaal der Frankfurter Börse

          Geldanlage : Die seltsame Dax-Erholung

          Deutsche Aktien haben einen Lauf – als hätte es Krieg und Inflationssorgen nie gegeben. Wie kann das sein?