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Umgang mit der Klimakrise : Wie lange noch?

  • -Aktualisiert am

Wohin auch immer wir blicken: Die Zeichen, dass wir etwas ändern müssen, sind unübersehbar. Bild: Picture Alliance / Pixsell / Ivica Galovic

Wir wissen, dass wir wegen der Klimakrise Dinge radikal ändern müssen. Tun wir aber nicht. Und fühlen uns dabei schlecht. Eine philosophische Annäherung an ein Paradox.

          11 Min.

          Wir müssen reden. Über uns reden. Denn es hat mit uns zu tun. Mit jedem von uns. Ja, wir gehen Schritte, bewegen uns. Trotzdem haben wir den Eindruck, auf der Stelle zu treten. Und dieser Eindruck täuscht nicht. Denn gemessen an den Veränderungen, die nötig wären, bewegen wir uns nicht wirklich. Und so schimpfen wir über „die Politik“, die dafür verantwortlich sei. Und das ist auch richtig. Aber gleichzeitig wissen wir, es hat ebenso mit uns zu tun, mit jedem von uns. Es wird mit der Politik nicht vorangehen, wenn wir uns nicht bewegen. Aber wir kommen auch nicht weiter, wenn die Politik sich nicht bewegt.

          Bei alldem sitzt uns die Zeit im Nacken. Drei Jahre, fünf Jahre, maximal zehn Jahre – genau wissen wir es nicht, aber wir wissen, dass uns nicht viel Zeit bleibt. Diese Situation zwingt zu einer Pause des Nachdenkens, gerade angesichts der uns verbleibenden befristeten Zeit. Theodor W. Adorno hat schon in den 1960er-Jahren auf die Notwendigkeit solcher Atempausen hingewiesen, die nicht zu nutzen Frevel an der Praxis sei. Fragen wir also: Warum handeln wir nicht so, wie wir uns wünschten, handeln zu sollen?

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