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Berlin behält Benin-Bronzen : Ein Museum ist keine Weltverbesserungsmaschine

  • -Aktualisiert am

Ein Teil der Weltkunst: Altargruppe einer Königinmutter aus Benin, vor 1800 Bild: bpk / Ethnologisches Museum, SMB

Im Humboldt Forum werden die Originale der Benin-Bronzen ausgestellt. Das ist auch im Sinne nigerianischer Kulturpolitiker. Über Rückgaben und Formen der Kooperation verhandeln die Museen mit den Herkunftsländern. Ein Gastbeitrag.

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          Die Plünderung des Königreichs Benin durch die Briten 1897 steht symbolhaft für den Kulturraub während der Kolonialzeit in Afrika. Über den Kunsthandel in London wurden Benin-Bronzen an zahlreiche europäische Museen verkauft. Mit 530 Objekten besitzt Berlin nach dem British Museum den größten Bestand.

          Seit vielen Jahren sprechen jene Museen, die Benin-Bronzen besitzen, im Rahmen der Benin Dialogue Group mit Verantwortlichen aus Nigeria und Benin City über vielfältige Formen der Zusammenarbeit und den richtigen Umgang mit diesem schwierigen Thema. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist durch ihr Ethnologisches Museum von Beginn an aktives Mitglied der Benin Dialogue Group. In einem neu zu errichtenden Museum in Benin City sollen künftig in wechselnden Ausstellungen Benin-Bronzen aus europäischen Museen gezeigt werden.

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