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Neuer Superminister Pap Ndiaye : Dort angekommen, wo niemand regieren kann

Über politische Erfahrung verfügt er nicht: Pap Ndiaye, Frankreichs Superminister für Erziehung und Jugend. Bild: AP

Macrons Geschichtspolitik mit Symbolen hat ihn in die Regierung katapultiert: Der Historiker Pap Ndiaye wird französischer Superminister für Erziehung und Jugend. Viele Reaktionen sind rassistisch.

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          Seine „historische Mission“ werde es sein, das „Recht der Schwarzen auf Leben zur nationalen Causa zu machen“, schrieb Pap Ndiaye nach der Ermordung von George Floyd. Die Verantwortung war auf Joe Biden gemünzt, dessen Kandidatur gerade „in extremis von der schwarzen Mobilmachung bei der Vorwahl der Demokraten gerettet“ worden sei. Seine Forderung präsentierte der Historiker, der in Frankreich die „Black Studies“ eingeführt hatte, als „politische Hypothese“ seiner Analyse. Den fremden Begriff „woke“ aber musste er den französischen Lesern erst noch erklären.

          Jürg Altwegg
          Freier Autor im Feuilleton.

          Die Bewegung „Black Lives Matter“ kam gleichwohl nach Frankreich und konfrontierte das Land mit dem neuen Vorwurf des „systemischen Rassismus“. Nach der Ermordung von Samuel Paty bezeichneten Macron und sein Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer den „Islamgauchismus“ als Komplizen des Terrors. Ministerin Frédérique Vidal gab den Auftrag, einen Bericht über den Einfluss an den Universitäten zu erstellen.

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