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Palästinenser im Libanon : Wie baut man Häuser ohne Land?

  • -Aktualisiert am

Dar el-Nimer widme sich, so heißt es in der Broschüre des Hauses, der Kultur aus „Palästina und der Region“. Bild: Omar Thawabeh

Im Herzen Beiruts steht eine Villa, in der das kulturelle Erbe der Palästinenser gepflegt wird. Rasha Salehs Arbeit dort ist ein Drahtseilakt. Aber sie hilft dabei, ihren Landsleuten die Hoffnung auf die Heimat zu erhalten.

          6 Min.

          Es geht um Kommunikation“, sagt Rasha Saleh, „wir reden hier nicht über Politik.“ Aber wie soll das gehen im Dar el-Nimer, dem einzigen Ort in Beirut und einem von ganz wenigen im Nahen Osten, in dem sich alles um das kulturelle Erbe der Palästinenser dreht?

          Lena Bopp
          Redakteurin im Feuilleton.

          Man kann noch so oft die Perspektive wechseln, wie es Rasha Saleh in dem von ihr gestalteten Programm des Hauses tut. Man kann über die „Nakba“ in der Literatur sprechen, die als „Katastrophe“ ins kollektive Gedächtnis der Palästinenser eingegangene Vertreibung aus ihren Dörfern, als 1948 der Staat Israel gegründet wurde. Man kann über die Architektur von Flüchtlingslagern diskutieren, die temporäre Unterkünfte sein sollten, aber mittlerweile die dritte und vierte Generation von Palästinensern heranwachsen sehen. Man kann nach Spuren palästinensischen Widerstands in der Kunst suchen und eine Schau wie jene von Larissa Sansour zeigen, die den ewigen Traum der Palästinenser von der Rückkehr in ihre Heimat ins Reich der Fiktion rückt. Aber all diese künstlerischen Anverwandlungen verweisen doch stets auf einen Konflikt, der im Kern politisch ist und der außerdem zu den ältesten und schwierigsten der arabischen Welt gehört.

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