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Neuer Documenta-Streit : Der Mann, der den Kanzler beschimpft

Hamja Ahsan Bild: Florian Cramer

Der britische Künstler und Documenta-Teilnehmer Hamja Ahsan schmäht Olaf Scholz als Faschisten. Und beschimpft auch alle anderen Deutschen. Ist das Kunst? Und muss man es sich gefallen lassen?

          2 Min.

          Dem britischen Künstler Hamja Ahsan fehlt nicht viel, damit er Staatsfeind Nummer eins in Deutschland wird: zwei, drei Artikel in der „Bild“-Zeitung vielleicht – und am Mittwochmorgen hat sich, in einem kleinen Youtube-Video, der Künstler bei der Axel-Springer-Presse schon mal dafür bedankt, dass sie ihn, wie er jedenfalls meint (Damien Hirst würde das differenzierter sehen), zum „bekanntesten britischen Künstler“ in Deutschland gemacht habe. In demselben Video fordert Ahsan übrigens auch, dass Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, endlich Chef der Documenta werde: nicht nur, weil Klopp, mit Recht, der beliebteste Deutsche auf der ganzen Welt sei. Sondern auch, weil Klopp gezeigt habe, wie unwiderstehlich die Ergebnisse sind, wenn Menschen aller Rassen und Religionen unter seiner Führung an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

          Claudius Seidl
          Redakteur im Feuilleton.

          Ahsan ist Muslim, bangladeschischer Herkunft und Teilnehmer der Documenta, was er in seinem Twitter-Profil als erste seiner Eigenschaften nennt. Die „Bild“-Zeitung schmäht ihn einen „Documenta-,Künstler‘“ – und das sind ja gute Gründe, auch die Tweets Hamja Ahsans unter den Kunstvorbehalt zu stellen. Eine Kunst, die „Bild“ nicht versteht, so müsste die Arbeitshypothese gehen, kann eigentlich nicht ganz schlecht sein.

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