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Nobelpreisträger über Brexit : Wir werden in der Kälte stehen und frieren

Der Genetiker Paul Nurse berät die EU. Bild: intertopics/eyevine/Geraint Lewi

Wut, Frust, Abgesänge: Der britische Medizin-Nobelpreisträger und Genetiker im Gespräch darüber, wie das Brexit-Chaos die europäische Wissenschaft zermürbt.

          4 Min.

          Sir Paul Nurse ist einer der einflussreichsten britischen Wissenschaftler. Der Medizin-Nobelpreisträger und der ehemalige Präsident Royal Society, Direktor des Francis Crick Institute in London, ist wissenschaftlicher Berater der EU-Kommission. Am Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg hat er kurz nach der Entscheidung für den neuen Brexit-Deal das Internationale Wissenschaftsfestival eröffnet und mit uns über die desaströsen Folgen des Brexit-Chaos gesprochen.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Die britische Wissenschaft verliert den Anschluss, wie es aussieht. Seit dem Referendum gibt es vierzig Prozent weniger Anträge für EU-Projekte, weniger EU-Fördermittel fließen, und immer weniger junge Forscher aus Europa wollen in Großbritannien arbeiten. Auch wenn keiner weiß, wie es politisch weitergeht, wäre der neue Deal ein akzeptabler Notausgang?

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