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Umzug der Staatsoper : Ein Angebot, das die Hamburger nicht annehmen sollten

In bester Innenstadtlage: Sei Jahrhunderten hat die Hamburger Oper ihren Sitz am Gänsemarkt. Klaus-Michael Kühne möchte das jetzt ändern. Bild: dpa

Kein Geschenk, sondern ein Investment: Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne will die Hamburgische Staatsoper in die Hafencity verlagern. Die Vorteile für ihn liegen auf der Hand, jene für den Stadtstaat dagegen weniger.

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          Klaus-Michael Kühnes Selbstbewusstsein ist in etwa so groß wie sein Vermögen. Letzteres wird von Forbes auf 42,5 Milliarden Dollar geschätzt. Als Kühne einst dem Hamburger SV etliche Millionen zur Verfügung stellte, leitete er daraus den Anspruch ab, auch auf das operative Geschäft des Fußballvereins Einfluss zu nehmen, obwohl seine Einlassungen nicht all zu viel Sachkenntnis erkennen ließen.

          Matthias Alexander
          Stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton.

          Ein überaus freundliches Porträt des Logistik-Unternehmers im „Spiegel“ hat Kühne nun den Rahmen geboten, seine neueste Idee für seine Heimatstadt, in der er aus steuerlichen Gründen nur besuchsweise weilt, vom Stapel zu lassen: Die Hamburgische Staatsoper braucht seiner Meinung nach einen Neubau, schließlich sei die Akustik des „asbestverseuchten“ Fünfzigerjahre-Baus am Gänsemarkt schlecht, und überhaupt mangele es der Institution an Niveau und Strahlkraft. Einen neuen Standort hat Kühne bereits gefunden und zwar in der Hafencity. An einem Finanzierungskonzept arbeite er gemeinsam mit dem österreichischen Immobilienunternehmer René Benko schon, teilte er mit, auf 300 bis 400 Millionen Euro schätzt er die Kosten des Vorhabens.

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