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Muslimisch-Jüdischer Dialog : Koscher oder halal?

Guckloch: Blick auf die Altstadt Jerusalems mit dem Tempelberg Bild: dpa

Ein muslimisch-jüdisches Paar bietet Anlass zu Projektionen. Ihre Ehe ist kein politisches Projekt – und führt doch in etliche Konfliktfelder. Davon berichten unsere beiden Kolumnisten von nun an in „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“.

  • -Aktualisiert am
          6 Min.

          Früh haben wir festgestellt, dass wir als Paar auffallen. Einmal natürlich wegen unserer Biographien, die unterschiedlicher nicht sein könnten: als Nachkommen von pakistanischen Flüchtlingen oder Holocaust-Überlebenden; aufgewachsen in einem sozialistischen Kibbuz in der Wüste oder in einem sozialen Brennpunkt Frankfurts; prägende Erfahrungen im muslimisch-konservativen Gemeindeleben oder beim Militärdienst im Südlibanon und im Westjordanland.

          Es gibt nicht viele jüdisch-israelisch-muslimisch-pakistanische Paare. Und es ist allgemein bekannt, dass Juden und Muslime – global gesprochen – nicht die besten Freunde sind. Vorurteile hegen beide gegenüber: Die einen sind rückständig und im Zweifel Terroristen, die anderen gelten als reich und Drahtzieher hinter allem Übel in der Welt. In einer bisher unveröffentlichten Studie gaben knapp die Hälfte der befragten Juden an, Muslimen gegenüber misstrauisch zu sein, fast zwei Drittel empfinden Muslime als bedrohlich, und ein Drittel hätten ungern Muslime als Nachbarn.

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