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Neue Donald-Duck-Edition : Das Ende von Bleichgesicht Dagobert

  • -Aktualisiert am

Hier ist Onkel Dagobert noch ein Bleichgesicht.... Bild: © 2021 Disney/Egmont Ehapa Media

Hört sich an wie nahes Donnergrollen: In der Taschenbuch-Edition der Donald-Duck-Comics von Carl Barks werden Indianer, Bleichgesichter und der liebe Gott gestrichen. Ein Gastbeitrag.

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          Wie an dieser Stelle am 7. April berichtet wurde, ändert der Egmont-Verlag (früher Ehapa) im angeblich originalgetreuen Taschenbuch-Nachdruck der Barks Collection, einer ursprünglich im Albenformat erschienenen Gesamtausgabe der Duck-Comics von Carl Barks, spätestens seit Band 10 der „Lustiges Taschenbuch Classic Edition“ den Text der Übersetzung von Erika Fuchs. Im Dezember 2020 wurden fünf Panels abgewandelt, was auffiel, weil eine bekannte und beliebte Nebenfigur statt ihres sprechenden einen nichtssagenden Namen bekam: Aus Fridolin Freudenfett wurde Fridolin Freundlich.

          Der Artikel in diesem Feuilleton regte einige Literaturfreunde wie den Kritiker Denis Scheck an, gemeinsam mit Susanne Luber, der Präsidentin der Deutschen Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.), eine Protestnote an den Egmont-Verlag zu richten. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek nannte ihre Unterstützung des Protests „gegen die Schändung der göttlichen Erika Fuchs“ eine „heilige Pflicht“. Namens des Verlags antwortete Jörg Risken, Publishing Director Magazines, der die Politik seines Hauses erläuterte. „Nicht alle älteren Comics sind heute uneingeschränkt zum Nachdruck geeignet. Inhalte können in einem modernen Kontext als veraltet und manchmal sogar unangemessen empfunden werden.“ Der Verlag habe „daher Routinen eingeführt, um die Qualität und Eignung der nachgedruckten Comics sowohl in Bezug auf den Text als auch auf den visuellen Inhalt sicherzustellen“.

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