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Neubau der Frankfurter Bühnen : Ein Haus für die Ansprüche des 21. Jahrhunderts

Man kann hier beim besten Willen keinen Kostendeckel erkennen: Niemand möchte mehr ausgeben als unbedingt nötig. Aber was heißt das eigentlich? Rückseite der Städtischen Bühnen in Frankfurt. Bild: Frank Röth

Frankfurt muss sein Schauspiel und seine Oper sanieren. Teuer wird das in jedem Fall. Gesucht wird nicht zuletzt eine Antwort auf die Frage: Wem gehört der öffentliche Raum?

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          Deutschland ist ein reiches Land. Es hat 1,9 Billionen Euro Schulden. Dafür können wir uns vieles leisten, unter anderem kostspielige Planungskatastrophen im Überfluss, vom Stuttgarter Bahnhof über Elbphilharmonie und Gorch Fock bis zum Flughafen Berlin-Brandenburg.

          Hubert Spiegel
          Redakteur im Feuilleton.

          Frankfurt am Main ist keine arme Stadt, aber Erfahrungen nach dem Hamburger oder Berliner Modell möchte man sich ersparen. Für die Sanierung seiner maroden Bühnen möchte Frankfurt nicht mehr ausgeben als unbedingt nötig. Aber niemand weiß, wie viel das ist. Fast neunhundert Millionen Euro, wie es vor zwei Jahren hieß? Oder eher fünfhundert Millionen, wie jetzt die jüngst diskutierten Zahlen nahelegen. Oder nur nahezulegen scheinen? Was bedeutet „unbedingt nötig“ im Zusammenhang mit einer Kultureinrichtung eigentlich? Und wer definiert so etwas?

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