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Frauen in Afghanistan : „Wir haben unsere Werte nicht vom Westen gelernt“

Nahid Shahalimi 2016 in Afghanistan Bild: Shahalimi/Wir sind noch da

Jahrelang erprobter Widerstand: Ein Gespräch mit Nahid Shahalimi über die Forderung einflussreicher Afghaninnen, an den Gesprächen mit den Taliban beteiligt zu werden, und den verklärten Blick des Westens.

          6 Min.

          Frau Shahalimi, was hören Sie in diesen Wochen aus Afghanistan?

          Elena Witzeck
          Redakteurin im Feuilleton.

          Die Lage ist düster. Immer wieder verschwinden Frauen. Mit der Initiatorin der Frauenproteste, Razia Barakzai, telefoniere ich jeden zweiten Tag. Sie war im Präsidialamt angestellt, jetzt will sie ihre Eltern nicht alleinlassen. Viele dieser Mitarbeiterinnen der Sicherheitskräfte und der Regierung wurden früher als Aushängeschilder präsentiert. Seit August sind sie auf sich gestellt. Sie halten sich versteckt. Trotzdem kommen manche inzwischen besser zurecht als im September. Ein Netzwerk ist entstanden.

          Razia Barakzai beschreibt in Ihrem Buch, wie sie nach der Machtübernahme zum Protest rief und erst einmal allein mit ihren Plakaten dastand. Nur zögerlich kamen andere Frauen dazu. Einige wurden später von ihren Familien verstoßen, so groß war die Angst. Was wurde aus den protestierenden Frauen?

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