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Neuerung an New Yorks Schulen : Schüler bekommen an muslimischen Feiertagen frei

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Muslimische Kinder müssen in New York zukünftig nicht mehr die Schule schwänzen, wenn sie mit ihrer Familie feiern wollen. Bild: Cornelia Sick

New Yorker Schüler können sich über zwei zusätzliche schulfreie Tage freuen: Bürgermeister Bill de Blasio hat die zwei wichtigsten muslimischen Feste zu offiziellen Feiertagen erklärt.

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          New York wird als erste amerikanische Großstadt zwei muslimische Feiertage einführen. Zukünftig bleiben die städtischen Schulen am Fest des Fastenbrechens und am islamischen Opferfests geschlossen. „Diese Änderung respektiert die Vielfalt der Stadt,“ sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch. Sie sei Teil einer Anstrengung, die Beziehung zu den muslimischen Gemeinden zu vertiefen. Noch in diesem Jahr soll die Neuregelung in Kraft treten.

          Ein Sprecher des Rates für amerikanisch-muslimische Beziehungen sagte: „Diese Anerkennung ist ein Signal, dass Muslime eine Rolle in der politischen und sozialen Landschaft haben.“ Rund eine Million der mehr als acht Millionen Einwohner New Yorks sind Schätzungen zufolge Muslime. In der Vergangenheit hatten bereits mehrere kleinere Schulbezirke in den Vereinigten Staaten islamische Feiertage in ihren Schulkalender aufgenommen. Zum ersten Mal geht nun eine Millionenstadt diesen Schritt. Bisher kennt der New Yorker Schulkalender ausschließlich christliche und jüdische Feiertage.

          Das Fest des Fastenbrechens wird von Muslimen am Ende des Fastenmonats Ramadan begangen, während das islamische Opferfest zu Ehren des Propheten Ibrahim gefeiert wird, der bereit war, Gott seinen Sohn zu opfern. Weitere Feiertage könnten in Zukunft hinzukommen: Die asiatischen und die Hindu-Gemeinden New Yorks  treten ebenfalls für eine Anerkennung ihrer heiligen Feste ein.

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