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Münchner Missbrauchsstudie : Kardinal Marx treibt dem Wir das Ich aus

Münchens Erzbischof Kardinal Reinhard Marx Bild: dpa

Die Moraltheologie kennt persönliche Verantwortung, aber kirchliche Amtsträger scheinen nur noch das System zu sehen: Kardinal Marx und die Missbrauchsstudie.

          3 Min.

          Er klebe nicht an seinem Amt, sagte Kardinal Marx gestern, als er die Missbrauchsstudie für das Erzbistum München und Freising kommentierte, das unverantwortliche Verhalten der sogenannten Verantwortlichen für die Aufklärung und Ahndung der Taten. Nein, er klebe nicht an seinem Amt, aber der Papst habe sein Rücktrittsgesuch voriges Jahr nun einmal nicht angenommen. Also bleibe er in seinem Amt. Scheinbar logisch.

          Christian Geyer-Hindemith
          Redakteur im Feuilleton.

          Eine andere Logik brachte neulich der Jesuit Hans Zollner ins Spiel, einer der führenden Fachleute auf dem Gebiet der Missbrauchs-Prävention, Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen und Leiter des Instituts für Safeguarding an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Zollner erklärte, es gebe „Bischöfe, die sagen, ich würde ja gerne zurücktreten, aber der Papst lässt mich nicht. Stattdessen sollten sie doch Manns genug sein und sagen, egal, was der Papst jetzt sagt, ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr“.

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