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Mord an Daphne Caruana Galizia : Wer schützt die Hintermänner?

Wer waren die Hintermänner?: Denkmal für die getötete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia Bild: dpa

Nicht nur die Familie der Journalistin Daphne Caruana Galizia ist empört: Der spektakulärste Mordfall in der Geschichte Maltas ist weiterhin unaufgeklärt.

          5 Min.

          Neben Topfpflanzen stehen auch frische Schnittblumen in Plastikvasen an der improvisierten Gedenkstätte für Daphne Caruana Galizia. Zwei Transparente flattern im milden Herbstwind: eines mit einem großen Porträtfoto der vor knapp zwei Jahren ermordeten Journalistin, ein anderes mit der Aufschrift „Justice“. Der Blick schweift übers steinige Land. Wo mögen die Attentäter gestanden und durchs Fernglas die Fahrt des präparierten Kleinwagens mit der bekanntesten Journalistin Maltas am Steuer verfolgt haben?

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der Wagen hatte auf der leicht abschüssigen Straße kaum die letzten Häuser des Städtchens Bidnija passiert, wo Caruana Galizia mit ihrer Familie lebte, da zündeten die Attentäter per Handy-Signal die Bombe. Die hatten sie im Schutz der Dunkelheit am frühen Morgen des 16. Oktober 2017 offenbar am Bodenblech des Autos befestigt. Die Gedenkstätte für die investigative Bloggerin befindet sich rund zehn Meter vom Straßenrand entfernt in einem Brachfeld: Dorthin war das Auto von der Wucht der Explosion geschleudert worden. Im nahen Haus der Caruana Galizias war die Detonation gut zu hören.

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