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Widerspruch aus der Akademie : In welcher Gesellschaft lebt Herr Nerdinger?

  • -Aktualisiert am

„Oberste Pflegestelle der Kunst“: Der Architekturhistoriker Winfried Nerdinger ist seit 2019 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Bild: dpa

Mit abenteuerlichen Thesen diskreditiert der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgerechnet jenes elementare Recht, auf das wir gerade jetzt den allergrößten Wert legen. Ein Gastbeitrag.

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          Winfried Nerdinger hat der Süddeutschen Zeitung am 7. Mai ein Interview gegeben, in dem er sich ausführlich zur gegenwärtigen Situation in der Corona-Pandemie äußert; dieses Interview steht unter der Überschrift: „Der Präsident der Akademie der Schönen Künste Winfried Nerdinger sieht die Freiheit der Kultur bedroht.“

          Seine Freiheit zu dieser Meinungsäußerung ist selbstverständlich. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass Herr Nerdinger sein Amt und den Namen der Akademie dazu nutzt, persönliche Meinungen zu vertreten, die ausschließlich die seinen sind. Wir als Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste müssen öffentlich feststellen, dass Herr Nerdinger nicht für die Akademie spricht. Wir halten seine Äußerungen in mehreren Passagen für verantwortungslos und lehnen es ab, als Akademiemitglieder damit in Verbindung gebracht zu werden.

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