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„Food“-Schau in London : Das Essen von morgen ist von gestern

Ruhig mal mit den Essen spielen: Das österreichische Künstlerduo Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter, bekannt als Honey & Bunny, heben in ihren Performances die Regeln rund ums Essen auf. Bild: Daisuke Akita

Wie muss das Essen der Zukunft beschaffen sein, damit es diese Zukunft noch gibt? Die Ausstellung „Food“ antwortet darauf: nicht unbedingt fleischlos, aber das Maß muss stimmen. Und: Ein Blick in die Geschichte hilft.

          5 Min.

          Es könnte so einfach sein. Das behauptet die neue Ausstellung „Food: Bigger than the Plate“ im Londoner Victoria-&-Albert-Museum. All diese ungenutzten Dächer in den Städten – sinnlos in den Himmel ragender, kostbarer Raum. Den man nutzen könnte, statt dass er einfach bleibt, wie er ist, herumsteht und untätig Platz verbraucht.

          Tobias Rüther
          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          In Hongkong beispielsweise, dem teuersten Pflaster der Welt, baut seit 2012 ein Kollektiv aus Künstlern, Designern und Bauern auf einem Dach mitten in der Stadt Gemüse an. Hält dort nicht nur Bienenstöcke, wie es sie mittlerweile ja in fast allen großen Städten gibt, oft auf Opernhäusern: Hier wachsen Bohnen, Okra, Hibiskus, Basilikum, Oregano, die Aktivisten fahren Küchenabfälle in großen Tonnen auf dem Rad zu ihrem Industriegebäude, mischen sie mit Erde, füllen sie in Beete – und nutzen ein Potential, das sonst für gewöhnlich verloren geht. Während wir gleichzeitig mit Verstädterung, Bodenversiegelung und Bevölkerungswachstum ringen. Man muss nur den Kopf heben und sieht auf einmal, woher der Platz kommen könnte.

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