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Landwirtschaft in Europa : Die Politik hat kein Interesse an intakter Natur

Große Sprünge sehen anders aus: Die ökologisch fragwürdigen Monokulturen werden auf Jahre hinaus die Einkommen der Großbauern sichern. Bild: dpa

Weites Land, heikle Flächen: Der Showdown um eine Vision für die Landwirtschaft in Europa lässt nichts Gutes für die Natur ahnen. Wer handelt jetzt gegen die Artenkrise?

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          Einen Eindruck davon, was nach der Corona-Pandemie an menschlichem Willen übrig bleibt, unser nachhaltig gestörtes Verhältnis zur Natur zu reparieren, konnte Ende vergangener Woche aufs Anschaulichste in Brüssel verfolgt werden. Die Europäische Kommission hatte den nicht weniger als historisch zu nennenden „Green Deal“ als Kernelement einer ökologischen Kehrtwende in der Subventionspolitik angekündigt, doch Europa wird wohl die Kurven des Artensterbens vorerst nicht abflachen. Und es sieht sich offensichtlich auch außerstande, die nötigen Schritte jetzt konsequent einzuleiten.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In drei unterschiedlichen Instanzen waren die Weichen zu stellen, bevor es zum entscheidenden Trialog zwischen Parlament, Mitgliedsländern und Kommission kommen soll. Nur die Umweltminister waren mit der Annahme der Biodiversitätsstrategie am Ende bereit, die Grenzen der Belastbarkeit der Natur gebührend anzuerkennen – und damit die vor der Pandemie fast schon allseits anerkannten Abwärtstrends zu bremsen. Stichwort: Bienensterben.

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