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Schon ab der ersten Klasse? : Kinderschutzbund will „Digitale Medien“ als Schulfach

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Schulprogramm: Lern-Laptops sind in Deutschland längst nicht selbstverständlich. Bild: Picture-Alliance

Der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Niedersachsen plädiert dafür, dass Kinder schon in der ersten Klasse das Fach „Digitale Medien“ bekommen. Das sei so wichtig wie Mathe oder Deutsch.

          Der Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes in Niedersachsen, Johannes Schmidt, fordert ein Unterrichtsfach „Digitale Medien“ schon von der ersten Klasse an. „Das Fach muss denselben Stellenwert haben wie Mathe oder Deutsch“, sagte Schmidt anlässlich der Jahrestagung des Landesverbands am Samstag in Stade.

          Apps & Co. gehörten für Kinder inzwischen selbstverständlich zum Leben dazu. Damit sie lernen könnten, mit den Angeboten kompetent umzugehen, müsse ihnen so früh wie möglich das Rüstzeug dafür gegeben werden. Unterrichten sollten das Fach externe Experten, die die Kinder für die digitalen Medien begeistern, aber auch auf die Gefahren hinweisen sollten, sagte Schmidt.

          Digitale Medienerziehung sollte nach seiner Überzeugung sogar schon in der Krippe und in der Kita beginnen. Dafür müssten die Pädagogen entsprechend geschult werden. „Die Kinder haben ein Recht auf das Hineinwachsen in die digitale Wirklichkeit“, betonte Schmidt. Er forderte Eltern in dieser Beziehung deshalb auch zu mehr Gelassenheit auf. „Wir dürfen die digitale Wirklichkeit nicht verteufeln.“

          Allerdings sei die digitale Erziehung für die Eltern eine der größten Herausforderungen. Starre Regeln für die Nutzung von Tablets oder Smartphones vorzugeben, sei wenig sinnvoll. „Das führt nur zu Stress in den Familien“, betonte er. Stattdessen rate er, zusammen mit den Kindern ein flexibles Regelwerk zu gestalten. Je früher das passiere, desto eher werde es akzeptiert. Die Suchtgefahr halte er für gering, wenn die Kinder zu starken Persönlichkeiten erzogen würden.

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