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Kunst der Kolonialzeit : Bauen wir Museen in Afrika!

  • -Aktualisiert am

Wem gehört die Kunst der Kolonialzeit? Den Erben der Kolonialherren – oder den Völkern, die sich um ihr Kulturerbe betrogen fühlen? So würde eine faire Lösung aussehen.

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          Als der französische Staatspräsident Emmanuel Macron am 28. November 2017 in einer Rede vor Studenten an der Universität Ouagadougou in Burkina Faso die Grundzüge seiner künftigen Afrika-Politik vorstellte, überraschte sein offenes Bekenntnis zur Verantwortung Frankreichs für Verfehlungen und Verbrechen während der Kolonialzeit. Dabei sorgte vor allem eine Forderung für beträchtliches Aufhorchen: Es könne nicht sein, dass Kunst aus Afrika nur in Paris und anderen europäischen Metropolen zu bewundern sei, nicht jedoch in Dakar, Lagos oder Cotonou. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollten deshalb die nötigen Voraussetzungen erfüllt sein, die eine temporäre oder permanente Rückkehr afrikanischen Kulturerbes nach Afrika möglich machten.

          Auch wenn man sich fragen muss, ob Afrika heute nicht drängendere Probleme hat, zu deren Lösung wir Europäer erheblich mehr beitragen müssten, so wirft dieser erstaunliche Vorstoß des französischen Präsidenten doch die richtigen Fragen auf. Gleichzeitig sind damit viele Erwartungen geweckt worden. Aber wie geht es nun weiter? Welches französische Museum wird denn nun welche Kunstwerke aus Afrika innerhalb der nächsten fünf Jahre an welches afrikanische Museum zeitweise oder für immer zurückgeben, und was werden die Kriterien dafür sein?

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