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Kulturjahr 2019 in Zitaten : Was hatten uns die Künstler zu sagen?

  • Aktualisiert am

Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende in Madrid im November dieses Jahres. Bild: EPA

Wer hat sich in diesem Jahr aus der Kultur wie und wozu geäußert? Schauspielerinnen, Regisseure, Künstler, Musiker und Schriftstellerinnen zur Bedeutung der Kunst für Gesellschaft und Politik. Eine Auswahl

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          „Das „Kino Heimat“ ist ein Traum für mich, der in Erfüllung gegangen ist.“

          (Filmregisseur Edgar Reitz am 11. Januar in seiner Geburtsstadt Morbach im Hunsrück bei der Eröffnung des „Kino Heimat“ bei seinem Elternhaus.)

          „Ich bin der Überzeugung übrigens, dass das Kino bleiben wird. Stream hin, Stream her.“

          (Berlinale-Direktor Dieter Kosslick am 29. Januar in Berlin bei der Vorstellung des Programms der 69. Internationalen Filmfestspiele.) „

          Es ist so schön ruhig. Kein Popcorn, kein Handygequatsche.“

          (Die Schauspielerin Iris Berben am 7. Februar am Rande der Berlinale über Kinobesuche am Nachmittag.)

          Die Schauspielerin Iris Berben vor Journalisten auf der Berlinale im vergangenen Februar.

          „Das ist das gleiche wie eine Volksbefragung darüber, ob wir Steuern zahlen sollen.“

          (Der britische Bildhauer Tony Cragg am 8. Februar in Wuppertal im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur über Sinn oder Unsinn des Brexit-Referendums von 2016.)

          „Ich habe das Gefühl, dass nichts im Weg sein soll, wenn er auf seinem Weg ist in den „Himmel über Berlin“.“

          (Berlinale-Chef Dieter Kosslick am 16. Februar zum Tod des Schauspielers Bruno Ganz in Anlehnung an „Der Himmel über Berlin“, einen der bekanntesten Filme mit Ganz.)

          Nimmt seinen Hut: Dieter Kosslick nimmt Abschied von der Berlinale

          „Es ist unser Job hinzuschauen, wo andere wegschauen. Diese Verantwortung wird noch viel wichtiger in Zeiten, in denen das Wegsehen gefördert wird.“

          (Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón am 24. Februar bei der Oscar-Verleihung in Hollywood. Mit dem Schwarz-Weiß-Werk „Roma“ bekam er unter anderem den Oscar für die beste Regie.)

          „Wir haben eine Leihe angefragt, aber es gab einen amüsanten Absagebrief. Wegen Eigenbedarf.“

          (Kuratorin Heike Eipeldauer vom Leopold Museum Wien am 5. April bei der Eröffnung einer Oskar Kokoschka-Retrospektive. Das Berliner Bundeskanzleramt wollte das Kokoschka-Bild Konrad Adenauers nicht ausleihen. Es hängt hinter dem Schreibtisch von Kanzlerin Angela Merkel.)

          „Wir wollen provozieren, Leute in Bewegung bringen. Das ist das Gegenteil von Entertainment. Wenn man das Publikum unterhalten will, hat man in meinen Augen den Endpunkt der Kunst erreicht. Dann kann man eigentlich auch aufhören.“

          (Rammstein-Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz im Interview mit dem Musikmagazin „Rolling Stone“ (Juni-Ausgabe).

          Die Schauspielerin Jane Fonda Mitte Dezember bei einer Rede vor dem National Press Club in Washington.

          „Damit kann man doch nicht rechnen. Das ist der Engelskuss, der einen da trifft.“

          (Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss am 9. Juli zur Deutschen Presse-Agentur über seine Auszeichnung mit dem Georg-Büchner-Preis 2019.)

          „Es fällt mir schwer zu verstehen, dass mein kleiner Bruder - mein Mitverschwörer, Mitüberlebender, Verwahrer der Familiengeschichte - gegangen ist. Ich bin so dankbar, dass wir in den letzten Wochen, Tagen und Stunden wieder vereint waren und eine Heilung des Herzens erfahren haben.“

          (Die Schauspielerin Jane Fonda am 17. August bei Facebook zum Tod ihres Bruders Peter Fonda.)

          „Was wird bloß aus unseren Träumen, in diesem zerrissenen Land. Die Wunden wollen nicht zugehen, nicht zugehen unter dem Dreckverband.“

          (Liedermacher Wolf Biermann am 4. Oktober in einem Lied, das er in Schenefeld nahe Hamburg auf der Trauerfeier für seinen Freund Günter Kunert singt.)

          „Ich wünsche ihr, wenn sie in den Ruhestand geht, dass sie ein angenehmes Leben hat. Ich hoffe, dass sie in den Berliner Zoo geht und sich die Pandas dort anschaut.“

          (Der chinesische Künstler Ai Weiwei am 14. Oktober in Passau auf die Frage, was ihm zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, einfalle.)

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